Wellingtoniar

Selma am 20. Februar 2014

Wellingtoniar, so darf ich mich ganze zwei Monate nennen, die Zeit (Ende Juli bis Ende September), die ich in der Neuseeländischen Hauptstadt verbringen werde.
Wellington ist die Stadt wo absolut jedes Wetter möglich ist und wo es Wind, Regen und Sonnenschein gleichzeitig geben kann. Außerdem der Ort wo es beinahe unmöglich ist, eine flache Straße zu finden. Und hier began ich meine Reise in Neuseeland!Sehr lebhaft und voller Studenten ist Wellington einer der einladensten und freundlichsten Städte die ich bisher gesehen hab. Wie fast jede Stadt in Neuseeland ist Wellington eine Hafenstadt und außerdem der Zugang von der Nordinsel zur Südinsel.

Ich mag die Stadt von Anfang an, habe aber auch das Glück meine ersten 3 Nächte bei den beiden Brüdern Jorge und Rodriguez unterzukommen, seit 6 Monaten schon Wellingtoniar kommen die beiden couchsurfer ursprünglich aus Mexico. Beide leben in einem Haus, etwas außerhalb Wellington, welches nur mit einer hauseigenen Seilbahn zu erreichen ist.

Die Privatseilbahn

Die Privatseilbahn

Mit Fahrrad, Skateboard, Auto oder zu Fuß erkunden wir den Botanischen Garten, ein großer Park im Zentrum der Stadt in dem man Bäume aus aller Welt finden kann, Miramar, ein kleiner Ort gegenüber von Wellington, und das Stadtzentrum selber. Gleichzeitig habe ich genug Zeit mir ein preisgünstiges Hostel zu suchen, in dem ich die nächste Zeit verbringen werde. Couchsurfen ist sehr gut in Wellington, da es hier viele weltoffene und junge Studenten, Backpacker oder deutsche Auswanderer gibt, die gerne Gäste aus aller Welt zu Besuch haben.

Nach meiner couchsurfing experience, beschließe ich im Rosemere Backpacker zu überwintern, ein kleines, blaues Hostel im Zentrum der Stadt.

Rosemere Backpackers

Rosemere Backpackers

Da das Geld sowieso schon rar ist, und in Neuseeland viel schneller verschwindet als in Asien, putze ich jeden Morgen Küche und Fernsehraum für free accomodation. Nebenbei arbeite ich für kleine jobs auf irgendwelchen Events oder wo grad eine Aushilfe gebraucht wird. Auf diese Weise und noch mit ein bisschen Resterspartem kann ich mir ein Leben in der Stadt mit fast mehr Cafes als Einwohnern leisten. Wellington ist für mich in dieser Zeit vor allem viel Party, tolle Leute und ein bisschen Organisation (was tun, wohin next, was kann aus dem Rucksack raus, was neu rein 🙂 etc) Das Hostel und seine Bewohner schließe ich schnell ins Herz.

Wellingtoniar sind sehr sehr positiv, nicht zu sagen überpositiv. Zum Beispiel bei der Jobsuchen, man kommt in einen Laden, stellt sich vor, schwatzt ein bisschen mit den Leuten dort und hinterlässt seinen CV, mit dem Gefühl im Magen, ja das ist es! Die lassen bestimmt von sich hören! Pustekuchen 🙂 Erfolgversprechender sind da die Jobcentres, ich komme beim „temp centre“ unter, welches Arbeit im Bereich Hospitality, also Gastwirtschaft, anbietet. Dort bewirbt man sich mit einer email, eine Stunde später kommt die Antwort, eine weitere halbe Stunde später stelle ich mich persönlich vor und weitere 3 Stunden später schicken sie mir einen Tagesjob für den nächsten Tag, den ich als Zeichen meines guten Willens natürlich ablehne. Man will den anderen ja nicht von anfang an die Jobs wegnehmen 😀 Stadtdessen verbringe ich den Tag mit einer Wanderung auf dem Victoria Mountain, der atemberaubende Blicke auf die Stadt bringt.

Blick vom Mount Victoria

Blick vom Mount Victoria

Nicht auszulassen hier: Die Schaukel auf dem selben Hügel, mit der man buchstäblich über Wellington schaukeln kann!

Die berühmte Victoria Schaukel

Die berühmte Victoria Schaukel

Mit der Zeit nehme ich aber ab un an auch mal ein paar der interessanteren Jobs an: Ich kellnere bei diversen Rugbyspielen im Stadion, bei special Events am Flughafen oder am Hafen. Da ich mich natürlich nur bei den tollen Angeboten vom Jobcentre zurückmelde, leiste ich mir ein eher sparsames Leben, haber aber dafür auch mehr Zeit, um das schöne Wellington zu erkunden!
Hier ein paar Eindrücke der Stadt:

Regierungsgebäude

Regierungsgebäude

Straßenschilder, die nur in Wellington zu finden sind :)

Straßenschilder, die nur in Wellington zu finden sind 🙂

Eine schöne Wand :)

Eine schöne Wand 🙂

Der Weg zur Bibliothek

Der Weg zur Bibliothek

City-to-Sea-Bridge

City-to-Sea-Bridge

Seehund Kolonien bei den redrocks, etwa 20 min von Wellington entfernt

Seehund Kolonien bei den redrocks, etwa 20 min von Wellington entfernt

Saturday Harbour Market

Saturday Harbour Market

Wellington, so schön, alternativ und kulturell die Stadt auch ist, es ist und bleibt doch eine Stadt und in Neuseeland zieht es mich natürlich raus, in die Natur! Ende September gebe ich also mein Leben als Wellingtoniar auf und nehme die Fähre rüber zur Südinsel.


« »

Ein Kommentar hinterlassen:





Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.