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Die Lords of Backpacking

Wir berichten im Blog auf Backpacker.Unterkunft.de von unserer Weltreise! Backpacker.Unterkunft.de

Markus (30, Wassermann)

Dipl. Betriebswirt und Schreiberling aus Regensburg

Lords of Backpacking Steckbrief: Markus

Selma (25, Wassermann)

Dipl. Psychologin und Reisende aus Kleve

Lords of Backpacking Steckbrief: Selma

Manu (31, Waage)

Gastronomisch in der Welt unterwegs

Lords of Backpacking Steckbrief: Manu

Wanderlust und Schneelawinen

Selma am 12. Juli 2014

Mount Cook ist mit seinen 3247m der höchste Berg in Neuseeland und bei den Maori unter dem Namen ‚Aoraki‘ bekannt. Der Name stammt aus einer alten Maori Legende in der der Junge Aoraki, Sohn des Himmelsvaters Rakinui, mit seinem Kanu an Felsen strandetete und von dem kalten Südwind in Stein verwandelt wurde. Sein Kanu wurde zur Südinsel Neuseelands, und Aoraki der größte Berg Neuseelands. Seine drei kleineren Brüder, die mit ihm im Kanu saßen, verwandelten sich in die Alpen Neuseelands.

Aoraki

Aoraki

Einbahnstraße nach Aoraki

Einbahnstraße nach Aoraki

Aoraki, den höchsten Berg Neuseelands, kann man nicht so eben besteigen, es sei denn man ist erfahrener Mountaineer. Ihn einfach nur aus der Ferne zu betrachten ist es aber auch schon wert und es gibt genügend andere interessante Wanderwege in der Mt Cook Region.
Einer der beliebtesten Wanderungen führt hinauf zur Mueller Hut. Die Mueller Hut liegt etwa 1800 m hoch und man hat von ihr eine atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Gletscher. Der Aufstieg ist easy in weniger als 4 Stunden zu bewältigen.
Ich habe den Plan diesen Aufstieg mit Rucksack und Zelt zu wagen, an der Spitze zu übernachten und den nächsten Tag wieder runterzusteigen. Zusammen mit zwei Freunden, Markku aus Finnland und Birte aus Germany, wage ich diesen Aufstieg. Wie wir alle drei es schon in Neuseeland gewöhnt sind, ist dies eine steile Wanderung. Der Rucksack ist schwer und bald sind es auch unsere Beine, doch die Aussicht ist es allemal wert. Und je höher man kommt, desto besser ist die Sicht auf die Gletscher. Schon am Fuße des Berges konnte man Lawinen hören, die sich wie Gewitter Donner anhören. Auf der richtigen Höhe und mit ein bisschen Geduld ist es hier oben sogar möglich, die Lawinen zu sehen. Mit vielen Fotostopps, Pausen zur Nahrungsaufnahme und anderen Verschnaufspausen schaffen wir den Aufstieg in den von Neuseelands Department of Conversation angegebenen 4 Stunden. Das wir auch genau diese Zeit brauchen ist schon bewundernswert, denn normalerweise braucht man mindestens 1-2 Stunden WENIGER als angegeben.

Auf dem Weg nach oben

Auf dem Weg nach oben

Di Hütte selber ist überraschend modern. mit Gaskochern und Heizung. Da wir uns die 35 Dollar für die Übernachtung sparen wollen suchen wir uns einen Platz um unser Zelt aufzuschlagen. Wenn wir uns außerhalb des 200m Umkreises der Hütte befinden, ist die Übernachtung nämlich gratis!
Hier finden wir auch schnell den genialsten Zeltplatz überhaupt, naja vielleicht nicht der genialste, aber mit Sicherheit der abenteurlichste: Wir fangen an unser Zelt auf einem der Schneefelder auzubauen! Klar, das würde versprechen eine kalte Nacht zu werden, aber wann hat man schon die Chance! Leider kommt der Hüttenward schon nach kurzer Zeit zu uns rüber und bringt uns dazu, unser Zelt wieder abzubauen. Wir befinden uns noch im 200m Umkreis der Hütte. Schade, die Schneefelder die flach genug sind zum Zelten sind alle zu nahe dran. Und andere Schneefelder sind einfach zu steil. Ändern können wir allerdings nichts daran und die Zeltgebühren wollen wir auch noch immer nicht zahlen, also suchen wir uns einen neuen Platz.

Unser kleiner Schneemann :)

Unser kleiner Schneemann 🙂

Überall findet man kleine Plätze, an denen die Steine zur Seite geräumt wurden oder Leute aus Steinen einen kleinen Zaun um ein viereckiges Fleckchen Gras gebaut haben. Andere Camper sehen wir jeddoch noch nicht. Schließlich entscheiden wir uns für ein Plätzchen mit direktem Blick auf die gegenüberliegenden Gletscher. Hier bauen wir unser Zelt auf und kochen uns ein kleines Dinner. In der Ferne sehen wir ein Licht, also scheinen doch noch andere Leute hier draußen zu campen. Da es ein bisschen einsam ist und sehr sehr dunkel, begeben wir uns für ein paar Stunden zur Hütte. Hier ist es das genau Gegenteil, laut und busy! Ich bin froh, dass wir unser Zelt weit weg von hier haben. Hier ist es mir etwas zu laut und ich bin ziemlich müde nach der steilen Wanderung.
Später kriechen wir in unser Zelt und ich glaube der Schlaf kommt bei uns allen schnell. Das entfernte Donnern der Lawinen begleitet uns die ganze Nacht hindurch.

Aplines zelten

Aplines zelten

Vor unserem Zelt unterm Sternenhimmel bei Kerzenschein

Vor unserem Zelt unterm Sternenhimmel bei Kerzenschein

Die Aussicht von der Mueller Hut ist fast genauso schön, wie unsere Zeltaussicht :)

Die Aussicht von der Mueller Hut ist fast genauso schön, wie unsere Zeltaussicht 🙂

Mt Cook beim Sonnenuntergang

Mt Cook beim Sonnenuntergang


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