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Die Lords of Backpacking

Wir berichten im Blog auf Backpacker.Unterkunft.de von unserer Weltreise! Backpacker.Unterkunft.de

Markus (30, Wassermann)

Dipl. Betriebswirt und Schreiberling aus Regensburg

Lords of Backpacking Steckbrief: Markus

Selma (25, Wassermann)

Dipl. Psychologin und Reisende aus Kleve

Lords of Backpacking Steckbrief: Selma

Manu (31, Waage)

Gastronomisch in der Welt unterwegs

Lords of Backpacking Steckbrief: Manu

Togean islands

Selma am 31. August 2014

Ein Inselparadies wie aus dem Katalog! Endlich haben wir es auch gefunden. Es braucht schon einges an Zeit und Aufwand um bis hierher zu kommen (einen Flughafen gibt es zum Glück NOCH nicht), aber es ist es definitiv wert! Kein Internet und keine Handyverbindung, hier ist der perfekte Ort um eine Auszeit zu nehmen!

Schöner als im Katalog

Schöner als im Katalog

Wir kommen am Donnerstag Nachmittag in Ampana an, wo wir eine Nacht verbringen und am nächsten Morgen mit einem gechartertem Boot zur ersten Insel, Batudaka, fahren. Das Boot ist deshalb gechartert, da am Freitag normalerweise keine Boote fahren. Freitag ist hier nämlich Feiertag. Wir teilen uns das Boot aber mit David, einem Deutschen, Flavio, einem Italiener und 3 indonesischen Jungs. Außerdem haben wir noch einen kurzen Schnorchelstop, bevor wir beim Pitate Resort, in der Nähe des kleinen Dörfleins Bomba, ankommen.

Schnorchelstop

Schnorchelstop

Zur Info, die Kosten der normalen Fähre nach Bomba liegen bei 30.000 RP! Ein gechartertes Boot kostet 1000000RP pro Boot. Wenn man sich die Kosten teilt, geht dieses also noch.

Die Fahrt mit dem kleinen Fischerboot dauert etwa 4 Stunden, und wir werden direkt zu unserem Resort gebracht. Pitate ist ein kleiner Strand mit 5 Bungalows und einem Restaurant, sonst gibt es hier nichts. Der kleine Ort Bomba liegt eine halbe Stunde Fußweg entfernt.
Ein Bungalow kostet 150000 RP, pro Person! Inclusive 3 Mahlzeiten pro Tag, Kaffee und Tee und Kekse den ganzen Tag über. Als wir ankommen sind allerdings alle Bungalows belegt.
Tim hatte glücklicherweise vorgesorgt, und so hatten wir 2 Hängematten dabei. Da wir sowieso vorhatten, mindestens eine Nacht in der Hängematte am Strand zu verbringen hatte sich unsere Übernachtungsfrage schnell geklärt. David, ein anderer Deutscher, ist noch geblieben und hat in der Küche geschlafen.

Pitate Resort - Das Restaurant

Pitate Resort – Das Restaurant

Unser kleiner Steg

Unser kleiner Steg

Wir müssen ein bisschen suchen, um Bäume zu finden an denen keine Gefahrt droht, nachts von Kokosnüssen erschlagen zu werden. Die Palmen hier sind nämlich noch vollbeladen mit der gefaehrlichen Köstlichkeit! Schliesslich finden wir aber 3 Kokosnussfreie Palmen an denen wir unsere Haengematten haengen koennen.

Der Strand bei Pitate

Der Strand bei Pitate

In Pitate verbringen wir nur eine Nacht. Das Essen ist super (der beste Fisch in ganz Indonesien), mehr Kokosnüsse als man Essen und Trinken kann und wenn wir draußen schlafen, geben wir hier 50000 RP am Tag aus. Unser Kokosnussschalen-Feuer kann sich auch schon sehen lassen! a
Leider aber sind die Korallen eben nicht direkt vor der Haustür. Also machen wir uns am nächsten Tag zusammen mit David, Alex und einem Paar aus den Niederlanden erneut auf den Weg, mit gechartertem Boot geht es 7 Stunden lang zwischen Inseln und kleinen Bajo Dörfern (Man nennt sie auch die Sea-gypsis) bis zum Sera Beach cottages auf der Insel Malenge. Zwischendurch gibt es Papaya, Ananas uns Kokosnuss zum Lunch.

Mit dem Boot gehts weiter nach Malenge

Mit dem Boot gehts weiter nach Malenge

Sera Beach ist eine Schönheit, es gibt nur ein paar wenige Bungalows und wir haben das Riesenglück, dass gerade eines frei ist. Später kommen mehr und mehr Leute, die dann alle in der Küche einen Schlafplatz zugeteilt bekommen. Man kann ja sonst nirgendwo hin!

Unser Bungalow ist natuerlich ausgestattet mit den obligatorischen zwei Haengematten, und noch ganz neu. Wir sind direkt am Strand, so gut hab ich bei meinem Budget echt noch nie in Asien gelebt! Gleich nach der Ankunft greifen wir uns unsere Schnorchel und bleiben bis zum Sonnenuntergang erstmal im Wasser.

Ein Korallenriff bei Sera Beach

Ein Korallenriff bei Sera Beach

Da es nur ein Resort gibt, essen alle zur selben Zeit und es wird sich zum Abendessen am großen Tisch versammelt. Ideal also um neue Leute kennenzulernen! Meistens gibt es frischen Thunfisch, und verschiedene Gemüsegerichte mit Reis. Man kann sich auch Bier dazu bestellen, was dann aber extra kostet (auch hier ist wie überall, das Essen im Preis mit inbegriffen). Abends wird vor allem Arak getrunken, Schach gespielt und zusammen musiziert.

Am nächsten Tag haben wir keine Pläne, es wird die Überlegung angestellt doch die 2 Stunden bis ins Dorf Malenge durch den Djungel zu wandern, diese Idee wird aber schnell verworfen als uns die Anstregung dieses Ausfluges bewusster wird. Außerdem erzähle uns Tom, ein etwas untersetzter älterer Engländer, dass einer seiner Freunde ein paar Tage zuvor in Malenge von einem Hund gebissen worden sei und dann schnell zum Festland musste. Man hatte ihm eine Spritze gegen Tollwut geben müssen. Tom ist sowieso eine sehr lustige und interessante Persönlichkeit. Mit seinem Alter scheint er nicht so ganz in das Resort zu passen, in dem alle so 20-35 sind. Er lächelt aber sehr viel, redet mit jedem und hat immer etwas spannendes zu erzählen. Seit einer Woche wartet er schon, dass ein Bungalow frei wird (wir erzählen ihm, dass am Tage zuvor welche frei waren. Die haben wir bekommen). Langsam beschleicht ihm der Verdacht, dass er keinen Bungalow bekommen soll! Denn pro Person verdienen sie hier 200000 RP im Bungalow, allerdings nur 100000 in der Küche. Ihnen ist also daran gelegen, die Bungalows mit 2 Leuten zu besetzen! Da im Moment Hochsaison ist und es genügend Gäste gibt, können sie sich diesen Luxus leisten. Bis auf diese kleine Sache, sind die einheimischen Jungs hier aber alle ganz nett! 2 Jungs leiten das meiste und 3 Frauen in der Küche übernehmen das kochen und den Abwasch. Sie sind anfangs noch sehr schüchtern, das Resort hat erst seit einem Monat auf! Sie trauen sich aber langsam immer mehr mit den Leuten zu reden.

Sera Beach

Sera Beach

Die ersten beiden Tage machen wir also nichts anderes, als die Strände in der Umgebung zu erkunden und richtig viel zu schnorcheln. Man kann verschiedene Korallenriffe erkunden und manchmal sieht man sogar ein paar Haie. Es fahren ab und zu ein paar Fischerboote vorbei, sonst sieht man keine Menschenseele. Die Inseln sind doch zum großen Teil unbewohnt!

Einmal leisten wir uns hier einen Schnorcheltrip mit dem Boot. Zusammen mit 5 Spaniern und David fahren wir mit einem der langen Boote raus, bis in ein Fischerdorf der Bajos. Der Weg dorthin führt über Wassern, entlang Malenges Küste. Immer wieder sieht man kleine, versteckte Dörfer am Strand. Wir erkennen sogar eine Moschee und eine kleine Schule in einem der Dörfer, die gerade zuende ist. Die Kinder laufen am weißen, von Palmen gesäumten Strand nach Hause ins nächste Dorf. Andere Kinder werden von ihrer Mutter mit einem schmalen Kanu nach Hause gefahren. Ich beneide diese Kinder ein bisschen um ihren Nachhauseweg, denn schöner kann ich mir den Schulweg nicht vorstellen. Die Muter mit ihrem Boot fährt unter einem langen Steg hindurch, der ein Dorf im Wasser mit dem Festland verbinden sollte. Er schien seinen Nutzen jedoch etwas zu verfehlen, denn es waren riese, unüberbrügbare Löcher in diesem Steg.
Wir fahren einmal ganz herum, und legen bei dem Dorf im Wasser an. Die Mutter mit ihren Schulkindern ist natürlich schon da: Ihr Boot liegt unter einem der Häuser und die Kinder klettern gerade nach oben auf das wackelig scheinende Bambusgerüst aus dem ihr Dorf besteht.

Erkundungstour im Bajo Dorf

Erkundungstour im Bajo Dorf

Die Stege sind ziemlich wackelig

Die Stege sind ziemlich wackelig

Als wir weiterfahren zum schnorcheln, ist es bereits ein bisschen Ebbe. Dadurch sind die Korallen viel näher an der Wasseroberfläche. Schon aus dem Boot erkennen wir, dass dies ein wahnsinig schoenes Riff ist. Ich bin die erste im Wasser! Die Taucherbrille ist in windeseile uebergezogen und ich tauche unter in eine andere Welt!

Alles ist bedeckt mit Korallen, Farben und Formen soweit das Auge reicht.

Alles ist bedeckt mit Korallen, Farben und Formen soweit das Auge reicht.

Die letzten Tage verbringen wir wieder hauptsaechlich in der Haengematte und im Strandeigenen Riff.
Das Wasser ist hier übrigens sooo warm, man kann den ganzen Tag einfach nur drinsitzen und sich wohlfühlen. Die Temperatur ist einfach perfekt. Fische spielen um einen herum und mancmhal is man alleine, oder man trifft ein paar andere Leute. Dann wird in der Gruppe im Wasser gesessen und gequatscht!

Der Nachbarstrand

Der Nachbarstrand

Ingesamt verbringe ich 6 Naechte in diesem Inselparadies! Es brauch einiges an Einsatz um hierherzugelangen, doch das ist es auf jeden Fall wert gewesen!


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