Sumatra – Die Ankunft und Bukittinggi

Selma am 26. Juni 2013

Dumai

Am 18 Mai 2013 legte meine Faehre, die ich von Melacca in Malaysia genommen hatte, in Dumai auf Sumatra an. Die Fahrt mit der Faehre war schon sehr aufregend, da die Indonesier in einer guten Feierlaune war, durch die Klimaanlage in meinem Nacken allerdings etwas kalt. Durchgefrorern betrat ich also die Immigration und wenige Minuten spaeter, Indonesischen Boden.

Erst beim Aussteigen von der Faehre merkte ich, dass im selben Boot ein niederlaendisches Paerchen mitfuhr, die ich auch gleich wegen Weiterfahrt ansprach. Wie ich hatten sie nicht vor in Dumai zu bleiben, sondern gleich mit dem Nachtbus weiter nach Bukittinggi zu fahren. Wir buchten also auch gleich einen Nachtbus, der uns als einzige westliche Touris die das Boot verliessen, regelrecht aufgedraengt wurde. Der Nachtbus war mit Gratis Transport ins Zentrum der Stadt, wo wir erst einmal was zu Essen suchten. Noch am ueberlegen was wir mit dem angebrochenen Tag anfangen sollten, wurden wir von einem anfangs etwas seltsam wirkenden Insonesier angesprochen. Er lud uns zu seiner Englisch Schule ein um den Tag dort zu verbringen und mit seinen Schuelern zu reden. Der ‚Lehrer‘ wirkte zwar etwas seltsam, aber ehrlich, und so stimmten Maaike, das niederlaendische Maedchen, und ich zu den Lehrer zu begleiten.

Er fuehrte uns zu einer kleinen Schule mit zwei Klassenraeumen und stellte uns ein paar seiner Schueler vor. Wir ‚versuchten‘ mit ihnen zu reden, der Lehrer hatte uns aber nicht gewarnt wie schuechtern die Kinder waren. Trotzdem stellten wir ihnen ein paar Fragen und konnten nach einiger Zeit sogar ein paar Fragen beantworten. Irgendwann kam dann der unterrichtende Lehrer in die Klasse, ignorierte uns zwar voellig, aber forderte uns auch nicht auf zu gehen. So folgten wir den Unttericht noch fuer ein paar Minuten, bevor wir gehen mussten um unseren Nachtbus zu kriegen.

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Der Nachtbus stellte sich als grosses Auto heraus. Vollgepackt, nach 10 Stunden Fahrt und komplett uebermuedet kamen wir um 4 Uhr morgens in Bukittinggi an.

 

Bukittinggi

Bukittinggi, eine Stadt im Herzen von West-Sumatra, umgeben von atemberaubender Natur und Strassen voll mit quirligen Marktständen, Pferde-Rickschas und lärmenden Autos sowie Motorrädern. Der touristische Teil der Stadt ist schwer zu erkennen in den rüseligen Strassen. Eines der wenigen Gasthaeuser die ins Budget passten war Rajaweli Homestay, ein suesses kleines Guesthouse im Zentrum der Stadt. Der Nachtbus brachte uns sogar bis vor die Tuer und wir hatten das grosse Glueck, um 4 Uhr noch einchecken zu koennen, ohne diese ‚erste Nacht‘ bezahlen zu muessen.

Die grosse Uhr auf dem Marktplatz

Die grosse Uhr auf dem Marktplatz

Ein 'Rumah Gadang', ein traditionelles Haus der Minangkabau welches ueberall in und um Bukittinggi zu sehen ist.

Ein ‚Rumah Gadang‘, ein traditionelles Haus der Minangkabau welches ueberall in und um Bukittinggi zu sehen ist.

Kinder vor einem Rumah Gadang

Kinder vor einem Rumah Gadang

Bukittinggi ist ein Ort, der einen kurz festhalten kann.  Es gibt genug zu tun in und vor allem um Bukittinggi um ein paar Tage zu füllen (zu nennen sind der Panorama Park mit den ‚flying foxes‘, der Markt, Vulkan Merapi, Danau Maninjau, Harau Valley etc.). Das Klima ist angenehm, da Bukittinggi einige Meter ueber dem Meeresspiegel liegt. Einzig der Lärm der Stadt und der starke Verkehr stören und verhindern einen zu langen Verbleib in der Stadt.

Es gibt drei Highlights um Bukittinggi: Der Maninjau See, der Merapi Vulkan und das Harau Tal. In Bukittinggi selbst ist der Panorama Park sehenswert. Über den Vulkan kann ich leider nicht viel sagen, da ich für den starkumworbenen Aufstieg bei Nacht um den Sonnenaufgang an der Spitze zu sehen, leider etwas zu faul war. Ich verbrachte nur 3 Naechte in der Stadt und in dieser Zeit besuchte ich die folgenden Sehenswuerdigkeiten:

Panorama Park

Definitiv einen Besuch wert kurz vor Sonnenuntergang. Eine sehenswerte Aussicht auf die Hügel um Bukittinggi die in ein feuriges Rot getaucht werden sobald die Sonne untergeht. Das Highlight hier allerdings sind die ‚flying foxes‘, riesige Fruchtfledermäuse, die zur selben Zeit erscheinen und auf Jagd gehen. Es ist ein surrealer Anblick und es wirkt, als ob hunderte von Drachen durch die Dämmerung fliegen.

Flying Foxes in Bukittinggi

Flying Foxes in Bukittinggi

 

Maninjau See

Schön anzusehen aus der Ferne, keine Schwimmöglichkeiten und am Ende ein etwas frustrierender Ausflug. Wahrscheinlich habe ich wieder einmal zuviel erwartet. Es ist möglich, den See an einer Tagestour mit dem Motorrad zu umrunden. Man sollte allerdings früh los und ein ‚bahasa‘ Wörterbuch mitnehmen. Ich und meine zwei holländischen Freunde von der Faehre hatten beides nicht. Viel zu spät los, kaum einen Plan von der Grösse des Sees und sowieso beinahe Null bahase Kenntnisse, lief der Ausflug weniger gut als geplant. Durch einen platten Reifen waren wir gezwungen umzukehren, da wir Stunden damit verbrachten Hilfe von den Einheimischen zu finden. Wir konnten ihnen zwar unser Problem mit Händen und Füssen schildern, allerdings konnten sie und ganz einfach nie helfen. Zuefälligerweise waren auch alle ‚Tempel‘ (Mottarrad Werkstätten) in der Nähe geschlossen…

Der Maninjau See

Der Maninjau See

 

Mein Fazit ist: Der See ist, wenn man irgendwo hin möchte wo sonst keine Touristen sind und man gerne ein paar locale Dörfer besuchen möchte, definitiv einen Besuch wert! Allerdings gibt es keine Schwimmöglichkeiten und die Locals sind ziemlich schüchtern (zumindest wenn man kein bahasa spricht, welches zwar sehr leicht zu erlernen ist, ich aber zu dem Zeitpunkt noch kaum beherrschte).

Bukittinggi war auf jeden Fall einen Besucht wert, liegt allerdings etwas abseits der normalen Travelroute und die Busfahrt dorthin war schon etwas beschwerlich. Dafür gibt es auch kaum andere Touristen dort und man kann das echte, Sumatrische Leben gut kennenlernen.

Nach Bukittinggi ging es ins naheliegende Harau Valley. Dazu ein meinem naechsten Beitrag mehr…

 


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2 Kommentare zu “Sumatra – Die Ankunft und Bukittinggi”

  1. maria schrieb am 26. Juni 2013 um 19:53 Uhr :

    Hallo Selma,auch dich heiße ich herzlich willkommen auf dieser Blogseite.Auch Deine Berichte werde ich sehr interessiert verfolgen.Das mit der Meditation in Thailand finde ich ganz toll u. das mit den Fledermäusen zu sehen ist wirklich eine Highlight.Ein wunderschöner Bericht u.freue mich von Dir wieder so schöne Berichte zu lesen.Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute auf Deiner Reise

  2. Markus schrieb am 26. Juni 2013 um 21:05 Uhr :

    Kann mich nur anschließen 😉

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