Siem Reap und Ankor, Kambodscha

Jakob am 22. März 2013

Hallo meine lieben Freunde,

Nachdem ich gut eine Woche auf Koh Chang, Thailand ausgespannt hatte und mein Visum fuer Thailand nur noch ein paar Tage gueltig war (bei Einreise mit dem Bus bekomt man nur 2 Wochen), musste eine Entscheidung her.

Urspruenglich waere mein Flug von Bali nach Perth am 5.04 gegngen. Ich also alle Moeglichkeiten durch wie ich denn jetzt am guenstigsten nach Bali komme. Alles irgendwie nix ganzes. Zu teuer, kein Flug, und da ich eh schon muede vom vielen umherspringen war auch alles viel zu stressig.

Lange Rede kurzer Sinn: Flug von Bangkok nach Perth gebucht und Sabrina und ich haben beschlossen einen Ausflug nach Ankor zu machen. Das „Reisebuero“ versprach alle Transfers und ein 20 US$ Visum bei Einreise und eine Ankunft um 4 Uhr Nachmittags. Letzendlich mussten wir den TukTuk-Fahrer zum Hostel in Siem Reap zusaetzlich bezahlen, das Visum kostete 30 Euro und angekommen sind wir erst um halb neun abends. So is das halt hier. Abzocken wos nur geht.

Besser ist es sich ein Ticket zur Grenze zu kaufen und sich dort selbst um sein Visum und die Weiterfahrt kuemmern. Again what learned;)

Eingecheckt haben wir unweit der Pub Street im No Problem Guesthouse. Die Uebernachtung im Doppelzimmer mit Fan (Ventilator) kostet hier 10 US$. Bei der Groesse der Betten haette man sich allerdings auch zu viert einquartieren koennen.

Doppelzimmer im No Problem

Doppelzimmer im No Problem

Am folgenden Tag war erstmal relaxen und Orientierung angesagt.
Nachdem klar war, dass wir am naechsten Morgen um fuenf Uhr frueh nach Ankor starten wollen,sind wir einfach mal losspaziert. Dabei haben wir ein wenig geshoppt:

ausgefallene Mode

ausgefallene Mode

leckere Gewuerze

leckere Gewuerze

Ein Besuch beim central market durfte natuerlich nicht fehlen. Hier findet man von Schuhen ueber Massanzuege, Taschen und allerlei Plunder auch einen riessigen Fischmarkt (lebende Schildkroeten zappelnd auf dem Ruecken liegend) und eine Frischfleischabteilung, bei der die Verkaeufer staendig damit beschaeftigt sind die vielen Fliegen fernzuhalten. Essen kann man dort auch. Sofern einen der Gestank nicht stoert, denn der gesamte central market befindet sich unter einem einzigen Dach.

Fischmarkt I

Fischmarkt I

Fischmarkt II

Fischmarkt II

Fleischtheke

Fleischtheke

Nach unserem ausschweifenden Einkaufsbummel liessen wir uns nieder und genossen das Kambodschanische Treiben bei smoothie und Espresso. Dabei fiel uns die ein oder andere Kuriositaet auf wie zum Bespiel:

Sind wir in Fledermausland?

Sind wir in Fledermausland?

Nur so kann es sein!

Nur so kann es sein!

Nach unserem Rundgang durch das Zenturm sind wir wieder zurueck in unser Guesthouse. Eine ziemlich ruhelose Nacht. Morgens um fuenf ging es dann mit dem Tuk Tuk nach Ankor. Das Ziel war den Sonnenaufgang auf dem Huegel des Tempels Phnom Bakkheng zu erleben. Zur Orientierungshilfe die Karte.

Am unteren Rand mittig auf der Karte liegt der Startpunkt Siem Reap. Folgt man dem blau eingezeichneten Fluss Richtung Norden kommt man zu einem kleinen roten Puenktchen: der Haupteingang. Hier gibt es die Ein-Zwei- und Dreitages Tickets (20/40/40 US$). Geht eigentlich fuer das was man geboten bekommt.

Tempelkarte Ankor

Tempelkarte Ankor

Meine ganz persoenliche Eintrittskarte

Meine ganz persoenliche Eintrittskarte

Fuer kurz nach fuenf find ich meinen Ausdruck garnichtmal so schlecht 😉

Nach einer kurzen Fahrt Richtung Tempel begann es, wie kann es auch anders sein, zu regnen. Nicht so schlimm. Hauptsache wir schaffen es rechtzeitig zum Sonnenaufgang. Ploetzlich bahnte sich das naechste Unheil an: das TukTuk schaltete ab und war nichtmehr anzuwerfen. Da ist dem Fahrer doch das kleine Malheure unterlaufen nicht getankt zu haben. Da standen wir nun im stockfinsteren bei Dauernieselregen und ohne Sprit. Wir begannen zu schmunzeln: war ja wieder klar, irgendwas musste ja passieren :). Wie aus dem Nichts schoss auf einmal ein TukTuk ohne Fahrer und mit vier Insassen an uns vorbei. Der Fahrer wurde von seinem „Ross“geworfen und hatte Glueck nicht vom Gegenverkehr erfasst zu werden. Waehrendessen schlaengelte das herrenlose TukTuk zielstrebig den Baeumen am Strassenrand entgegen. Man hoerte nur noch kreischende Rufe. In letzter Sekunde konnte jedoch das schlimmste verhindert werden. Nach weiteren zehn Minuten hatten wir dann auch wieder Sprit. Die Kambodschaner sind halt Ueberlebenskuenstler und so wurde der Haltegriff des TukTuks zum Abpumpen von Benzin verwandt. Folgt man der Karte weiter nach Norden, so kommt man zu einem blau umrandeten Gebiet mit einem gelben Punkt in der Mitte. Das waere dann Ankor Wat. Das haben wir uns allerdings erst am Rueckweg angesehen und sind zuerst nach Phnom Bakkheng gefahren (der kleine gelbe Punkt links ueber Wat). Halbe Stunde Aufstieg und schon konnten wir den Ausblick geniessen:

diesiger Auftakt

diesiger Auftakt

tueckische Stufen

tueckische Stufen

gefaehrliche Pfade

gefaehrliche Pfade

Kulturmix

Kulturmix

Phnom Bakkheng

Phnom Bakkheng

noch stehen sie

noch stehen sie

Mit Hilfe der indischen Regierung wird fleissig am Wiederaufbau gearbeitet

Mit Hilfe der indischen Regierung wird fleissig am Wiederaufbau gearbeitet

andere sehen das ein wenig gelassener

andere sehen das ein wenig gelassener

Nach dem sehr interessanten Besuch des ersten Tempels ging es weiter in die groesste „Stadt“ nach Ankor Thom (auf der Karte das grosse blaue Viereck noerdlich von Ankor Wat). Dort besuchten wir Bayon, den Tempel mit mehr als 200 Gesichtern. Hierzu ein paar Eindruecke und ein Video:

Bayon

Bayon

ohne Worte

ohne Worte

Buddha

und dann kam die Sonne

und dann kam die Sonne

Ich muss schon sagen Bayon ist ein sehr beeindruckendes Bauwerk. Die Dimensionen fallen garnicht so auf, denn die einzelnen Felsen die zusammengesetzt wurden sind riessig. Neben den vielen mit Gesichtern verzierten Tuermen (die innendrin hohl sind) gibt es zahlreiche weitere Ebenen, die zum Teil einem wahren Labyrinth aehneln. Hierzu ein Video:

Ankor Thom

Der Tempel mit den vielen Gesichtern, Kambodscha. Spaziergang durch die Katakomben

Es folgten zwei weitere Tempel in Ankor Thom die wie Sabrina es nannte richtig knackig waren. Treppen. Da steht man davor und denkt sich:“Da soll ich rauf?Gibts da keinen anderen Weg?“ Nein hier nicht. Nur bei den viel besuchten Tempeln(Ankor Wat) wurden, nicht unbedingt weniger steile, dafuer aber ebene Holztreppen ueber die urspruenglichen Stufen gebaut.

von aussen recht harmlos

von aussen recht harmlos

sieht es innen schon ganz anders aus

sieht es innen schon ganz anders aus

erste Huerde gemeistert ;)

erste Huerde gemeistert 😉

und wieder runter

und wieder runter

Es war nun in etwa 9 halb 10 morgens und koerperlich war ich eigentlich schon durch. Jetzt ging es jedoch weiter nach Ta Prom. Bekannt durch Lara Croft und natuerlich wegen der Harmonie von Mensch und Natur. Das wollte ich auf keinen Fall verpassen und es hat sich wie ich meine auch mehr als gelohnt. Aber seht selbst:

unvorstellbar grosse Baeume

unvorstellbar grosse Baeume

verzaubern...

verzaubern…

thronen...

thronen…

verschleiern...

verschleiern…

und zerstoeren

und zerstoeren

abgeschnitten

abgeschnitten

abgefackelt

abgefackelt

abgestuetzt

abgestuetzt

Schattenseiten

Bei jeder Gottheit, auch in dn tiefsten Winkeln der Tempel, stehen mindestens zwei Menschen und uebergeben einem laechelnd einRaeucherstaebchen. Dann wird einem erklaert, man solle sich dreimal verbeugen und das Staebchen in die dafuer bereitstehende mit Sand gefuellte Schale stecken. Eine tolle Erfahrung!

Ernuechtrung im naechsten Moment, als darauf bestanden wird ein Geldopfer zu hinterlassen. Immerhin bekommt man dafuer eine glueckbringende Kordel aus Schnur. Ich nehms mit Humor 🙂

Um das Geschaeft mit dem Tourismus und die ueberaus aufdringliche Art und Weise deutlich zu demonstrieren hierzu ein kurzes Video:

Ankor Thom

Der ganz normale Tourismus-Wahnsinn.

Der Fairnesshalber muss uch gesagt werden, dass sich solche Horrorszenarien nur bei Ta Prohm und Ankor Wat abspielten. Meistens war bei weitem nicht soviel Andrang und ein kurzes No hat gereicht um ungestoert weiter zu geniessen.

Nach ein paar weiteren kleineren Tempeln(entschuldigt bitte aber ich kann mich beim besten Willen nichtmehr an alle Namen erinnern) :

Teich

Brueckenglaender

Brueckenglaender

Handwerkskunst

Handwerkskunst

Ruinen

Ruinen

…erreichten wir endlich Ankor Wat. Die  wohl am bestn erhaltene bzw. restaurierte Tempelanlage von ganz Ankor. Auch hier werde ich einfach die Bilder fuer sich sprechen lassen:

Ankor Wat

Ankor Wat

eindrucksvolle Begruessung

eindrucksvolle Begruessung

gigantische Ausmasse

gigantische Ausmasse

Idylle

Idylle

Und bumms da war auch schon der Akku leer :(. Aber keine Sorge Sabrina hat noch eine Menge Photos und die werden in den naechsten Tagen noch ausgetauscht. Zum Abschluss noch ein paar Bilder die mir persoenlich besonders gut gefallen:

I

I

II

II

III

III

IV

IV

V

V

VI

VI

VII

VII

Fuer alle Nerds ;)

Fuer alle Nerds 😉

The real Ghostbuster(s)

The real Ghostbuster(s)

Ta Prom

Ta Prom

 

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Bildband einen kleinen Eindruck ueber einen Ort verschaffen der einzigartig auf dieser Welt ist.

Too young to know, too old to understand!

bis bald


« »

Ein Kommentar zu “Siem Reap und Ankor, Kambodscha”

  1. maria schrieb am 13. April 2013 um 20:25 Uhr :

    Hallo Jakob habe mir soeben nochmal Deine Bilder angesehen.Sie sind wirklich sehr,sehr eindrucksvoll.So etwas persönlich zu sehen,ist wirklich,so glaube ich einmalig. Viele liebe Grüße Maria

Ein Kommentar hinterlassen:





Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.