Infos

Die Lords of Backpacking

Wir berichten im Blog auf Backpacker.Unterkunft.de von unserer Weltreise! Backpacker.Unterkunft.de

Markus (30, Wassermann)

Dipl. Betriebswirt und Schreiberling aus Regensburg

Lords of Backpacking Steckbrief: Markus

Selma (25, Wassermann)

Dipl. Psychologin und Reisende aus Kleve

Lords of Backpacking Steckbrief: Selma

Manu (31, Waage)

Gastronomisch in der Welt unterwegs

Lords of Backpacking Steckbrief: Manu

Schlechte Nachrichten im Paradies

Moritz am 11. Juni 2014
Auto

Back in Opotiki

Nun waren wir wieder zurück in Opotiki. In dieser Stadt, wo man nicht zweimal sein muss. Jedoch hatten wir einen genauen Plan wie es schnell wieder raus gehen sollte. Hier war der Punkt wo Nico, Julian und ich uns aufteilten. Nico und Julian haben sich nach 2 Tagen auf den Weg gemacht zu einer neuen Wwoofing Stelle. Ich habe hier einen neuen Trip begonnen und meine Reisepartnerin ist Sabrina. Sabrina und ich haben uns schon zu Beginn meiner Reise kennengelernt und haben dann nach einiger Zeit beschlossen, einen Trip zusammen zu machen. Für so einen Trip braucht man natürlich einen fahrbaren Untersatz. So bezahlten wir den anderen beiden Jungs ihren Anteil aus und tauschten den Ford Falcon gegen einen Van. CHANTAL! So wurde das Auto von uns getauft, ein Nissan Serena mit Bettgestell und viel Platz seine 7 Sachen zu verstauen. Ich fuhr das Auto also Probe und dachte mir nur „TOP das ist das Richtige!“.
Wir freuten uns riesig und planten nun was wir alles benötigen für so einen Trip. Schnell eine Liste aufgestellt und raus aus Opotiki und zum nächsten Warehouse. Auf NIE MEHR wiedersehen, dachte ich nur, doch es sollte nicht unser letzter Tag in dieser Stadt gewesen sein. 🙁

Chantal - unser Reisevan

Chantal – unser Reisevan

Unsere Innenausstattung

Unsere Innenausstattung

Der erste Schock

Auf dem Weg zu unserem ersten Stop Taupo, musste ich feststellen, dass Auto zieht nicht gerade wie ein Ferrari wenns bergauf geht. Ganz im Gegenteil, man hatte Angst, dass man rückwärts wieder runterrollt. Naja gut, das Auto hat über 2 Tonnen und hat auch schon einige Jahre und Kilometer auf dem Buckel, wenn du mal ins Alter kommst und eine Kieze hast, dann machste auch keine Sprints mehr den Spessart hoch. Wir weiter gefahren und erstmal in Taupo zum riesen Pak’n Save Supermarkt um Proviant einzukaufen. Das Auto beladen, gestartet, Rückwärtsgang rein, von der Bremse gegangen und wuuup AUS. Huch was denn hier los?! Ich will das Auto wieder starten, doch Chantal gibt kein Lebenszeichen! Nichtmal ein einziges Lämpchen leuchtet und das mitten auf dem Parkplatz. Ich schnell wieder den Leerlauf reingemacht und das Auto in die Parklücke geschoben. Und nun? Ich dachte vielleicht sei es nur die Batterie, machte die Motorhaupe auf und da fragte auch schon der erste Neuseeländer, ob ich denn Starthilfe benötige.
Nach kurzer Zeit lief das Auto wieder, doch da wir tanken mussten, drehten wir schnell eine Runde und fuhren dann zur Tankstelle. Hier das gleiche Spiel, beim Anfahren geht das Auto einfach aus. Wir also wieder Starthilfe bekommen und uns zu unserem Hostel auf einen Parkplatz gestellt. Hier gab uns der Chef den Tipp, dass direkt hinter dem Hostel ein guter Mechaniker ist, doch Sonntags hat Niemand offen. Wir haben also noch einen Tag länger in Taupo verbracht und versucht das Beste daraus zu machen. Aber mit dem kaputen Auto im Hinterkopf ist das alles mit einem flauem Magen und einem dicken Klos im Hals verbunden.
Der Mechaniker, ein sehr netter, älterer Mann, hatte sofort die Lösung. Die Kontakte an der Batterie waren verdreckt und vielleicht sei der Benzinfilter verdreckt. Für Umsonst machte er dann schnell alles sauber und schraubte die Kontakte fester an die Batterie. Wegen des Fuel Filters meinte er, dass ich einfach etwas Gas geben sollte und vielleicht mit 2 Füßen anfahren muss. Also der Van ist ein Automatik Auto und deshalb die Bremse mit Links kommen lassen und mit Rechts aufs Gas. Das mit dem Links die Bremse treten stellte ich mir einfacher vor als es war. Jedes mal wenn ich die Bremse getreten habe mit Links sind alle Sachen durchs Auto geflogen, Sabrina fast mit dem Kopf auf die Ablage geknallt und ich war ein paar Zentimeter davor das Lenkrad zu küssen.
Ich dachte mir nur „mit 2 Füßen fahren, naja ok kein Luxus aber damit kann ich leben“
Und so machten wir uns auf den Weg in den Nationalpark.

Die Erkenntnis im Nationalpark

Der Weg zum Nationalpark lief reibungslos, yes! Letzte Kreuzung, ich bremse und das Auto geht aus. NO! Es ging zum Glück wieder an und wir konnten das Auto auf dem Parkplatz parken.
Hier kam nun die Erkenntnis, dass wir ein Problem haben und definitiv einen Mechaniker brauchen oder das Auto wieder zurück bringen. Ich hatte zum Glück einen Freund in Wanganui den ich dort kennengelernt habe und welcher dort wohnt. Sein Name ist Tom und ich nahm sofort Kontakt zu ihm auf. Er meinte, dass er einen Kumpel hat, welcher eine Werkstadt besitzt, dieser war jedoch nicht in der Stadt, aber er gab uns einen Kontakt von einem guten und günstigen Mechaniker.
Doch zuvor machten wir noch einen Ausflug im Nationalpark. TONGARIRO ALPINE.CROSSING PART 2. Ja ich bin nochmal auf diesen Höllenberg gestiegen, von welchem ich in einem meiner vorigen Beiträge meine Hasspredigt gehalten habe. Ich muss sagen, es hat sich sowas von gelohnt! Wir hatten bombastisches Wetter und ich dachte einfach, dass ich noch nie zuvor hier gewesen sei. Man konnte etwas sehen! Und was man gesehen hat, das war einfach überwältigend! Die hellblau bis türkisen Seen, der rote Krater und der Schicksalsberg machen diesen Marsch auf jeden Fall unvergesslich. Ich lasse nun einfach die Bilder sprechen und kann aber sagen: Ich war am Schicksalsberg!

Mein Highlight! Der Schicksalsberg

Mein Highlight! Der Schicksalsberg

Die Seen des Tongariro crossings

Die Seen des Tongariro crossings

Tuerkis scheint das Wasser der Seen

Tuerkis scheint das Wasser der Seen

Es sieht aus wie gemalt

Es sieht aus wie gemalt

Noch am Abend machten wir uns auf den Weg nach Wanganui. Beim Rückwärtsfahren aus der Parklücke im Nationalpark ist mir dann zum ersten Mal aufgefallen, dass Chantal eine extremst schwere Kettenraucherin ist. Der Van war zwar ein Diesel, aber wenn man beim fahren nicht mehr nach hinten rausschauen kann, weil dort eine schwarze Rauchwolke steht, dann stimmt etwas nicht.
Angekommen in Wanganui, da kontaktierte mich auch schon Tom und sagte, dass der Mechaniker schon am Abend gerne mal das Auto sehen wolle. Also ging ich raus und wollte das Auto auf die Straße fahren und was seh ich, einen Platten, Wie viel Pech kann man denn haben?

und jetzt noch einen Platten

und jetzt noch einen Platten

Tom kam dann auch bald und kurze Zeit später auch der Mechaniker. Volle Lautstärke ACDC, Kippe im Mund, dunkle Haut von altem Öl was schon länger auf der Haut war und zerrissenes Shirt. ABER er wusste sofort was die Probleme sind! Und machte uns ein sehr günstiges Angebot.
So konnten wir mit gutem Gewissen und neuer Hoffnung ins Bett gehen. Doch es kommt immer anders als man denkt.


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