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Die Lords of Backpacking

Wir berichten im Blog auf Backpacker.Unterkunft.de von unserer Weltreise! Backpacker.Unterkunft.de

Markus (30, Wassermann)

Dipl. Betriebswirt und Schreiberling aus Regensburg

Lords of Backpacking Steckbrief: Markus

Selma (25, Wassermann)

Dipl. Psychologin und Reisende aus Kleve

Lords of Backpacking Steckbrief: Selma

Manu (31, Waage)

Gastronomisch in der Welt unterwegs

Lords of Backpacking Steckbrief: Manu

Mit dem Roller quer durch Flores – Von Watulaja, nach Kelimutu und zurück

Selma am 11. November 2014

Datum: 07.09.2014-11.09.2014

flores map part 2

Watulaja

Inspiriert durch die Beschreibungen der holländischen Mädchen packen wir nach zwei Übernachtungen und 1,5 Tagen im Nirwana schon unsere Rucksäcke um uns auf den Weg zum nahegelegenen Strand Watulaja zu machen. Dort wollen wir die dritte Nacht verbringen, bevor wir weiterfahren.

Eco Eden Flores

Eco Eden Flores

Watulaja ist ein Strandabschnitt in dem kleinen Dorf Lengkosambi. Es ist nur etwa eine halbe Stunde Fahrt von Riung entfernt, auf halbem Wege nach MBay, dem nächstgrößeren Ort. Mit den Rollern kein Problem: Der Strand ist schnell gefunden, und nach ein paar Metern im Sand laufen sehen wir auch schon ein Schild auf Englisch: „Eco Eden Garden, Flores“ weist in die Richtung eines mit Kokosnuspalmen, Papayabäumen und Bambusbängen ausgestattetem Garten. Im Hintergrund stehen 5 stabile Bungalows, aus Holz und Bambus zusammengebaut. Ein junges indonesisches Mädchen begrüßt uns mit gebrochenem Englisch. Sonst sieht man niemanden.

Watulaja Beach

Watulaja Beach

Die Bungalows

Die Bungalows

Unser Bungalow :)

Unser Bungalow 🙂

Sana

Sie zeigt uns ein paar der Bungalows und gibt uns freie Wahl, es sind nämlich nur 2 besetzt.

Von Anfang an haben wir hier ein gutes Gefühl und fühlen uns mehr als Gäste, anstatt als Kunden.

Letztendlich bleiben wir 5 Tage im Eco Eden Flores, bevor wir weiterfahren. In dieser Zeit erleben wir vieles neues, und werden zu einem Teil dieses Dorfes. Oder zumindest bekommen wir dieses Gefühl vermittelt!

In dem Fluss der hinter der Küche fließt kann man manchmal Komodos entdecken

In dem Fluss der hinter der Küche fließt kann man manchmal Komodos entdecken

Relaxing in der Beachlounge

Relaxing in der Beachlounge

Unser Bungalow mit meiner Hängematte

Unser Bungalow mit meiner Hängematte

William und seine Gitarre

William und seine Gitarre

Sonnenuntergang am Strand

Sonnenuntergang am Strand

Eines der Highlights unseres Aufenthaltes sind die 3 Kommunionspartys, auf die wir eingeladen werden. Alle finden am selben Abend statt! Philip erklärt uns, und 5 anderen Gästen die mittlerweile im Eco Eden angekommen sind, wie der Abend ablaufen wird und was uns erwartet. Zum Beispiel gibt es Essen und Getränke, vor allem Arak und Tuak, das sind die lokal gebrauten alkholischen Palm- oder Reisweine. Eine kleine Spende wird erwartet, aber es ist ganz uns überlassen wieviel wir spenden wollen. Der grobe Schlachtplan ist alle 3 von 4 Partys zu besuchen, bei allen einmal etwas zu essen abstauben, die Spende dazulassen und uns dann die, mit der besten Stimmung und Musik raussuchen, um dort zu bleiben.
Wir sind die einzigen weißen im Dorf, Phillip warnt uns also vor: Ihr werdet tanzen müssen! Vor allem wir Frauen werden aufgefordert werden von den älteren Männern.
Auf der ersten Kommunionsparty, die wir im Gänsemarsch betreten, sind schon viele Gäste anwesend. Alle sitzen auf Plastikstühlen, in Reihen hintereinander und schauen auf eine kleine Bühne, auf der der die gefeierte Familie sitzt. Dorthin führt uns unser Weg auch als erstes. Wir schütteln brav die Hände mit unseren Gastgebern und werfen dann usnere Spende in eine kleine Box. Danach setzen wir uns auf ein paar der Stühle, um kurz darauf wieder aufzustehen um das Buffet zu begutachten. Viel Fleisch und Reis, indonesisch halt! Aber es schmeckt wirklich sehr, sehr gut!
Nach der ersten Mahlzeit verlassen wir die Party auch schon, wir wollen ja noch auf zwei anderen Partys essen bevor alles weg ist!
Also laufen wir zur nächsten Party. Dort wird die ganze Prozedur wiederhohlt. Einmal gegessen, hingesetzt und dann gehts auch schon weiter zur dritten Party, die mit der besten Stimmung!
Von dem angebotenen Essen passt hier leider nichts mehr in den Magen, dafür ist die Stimmung hier Bombe! Sehr viele junge Leute gehen auf Discomusik ab die bei uns vor 10 Jahren mal gespielt wurde. Egal! Wir tanzen fröhlich mit und werden auch gleich von allen anderen mit in die Runde aufgenommen. In regelmäßigen Abständen wird uns Tuak angeboten, den besten den ich bisher in Indonesien hatte! Zwischendurch gibt es ein paar der tradiotionellen Tänzen, und wir bekommen einen Eindruck vom indonesischen Linedance (bei dem wir natürlich mit dabei sind).
Nach ein paar Stunden wird es allerdings Zeit, die Party zu wechseln, und wir wandern zurück zur ersten Party. Dort hat sich die Stimmung mittlerweile geändert, zu wilden Dangdut Musik wird getanzt was das Zeug hält, alt sowie jung, alles wirbelt und wackelt mit den Hüften!
Der Arak fließt dabei die ganze Zeit in Strömen und die Stimmung bleibt großartig!

anstehen am Buffet

anstehen am Buffet

Kommunion im Dorf

Kommunion im Dorf

Als es dann schließlich müde nach Hause geht, ist die Tanzfläche noch immer voll. Man sieht zwar keine Kinder mehr, aber die Erwachsenen hier scheinen noch lange nicht genug zu haben.
Wir hören die Musik noch bis zum nächsten Morgen!
Am 3 Tag machen wir uns auf den Weg nach MBay, um etwas Bargeld abzuholen. Als wir an den Kommunions-schlachtplätzen vorbei fahren dröhnt die Musik noch immer aus den 20 gigantischen Boxen und die ersten Leute sind auch schon wieder (oder noch immer?) auf den Beinen.

Die Zeit in Watulaja ist einfach wundervoll! Wir fühlen uns hier so wohl, wie sonst noch nirgends in Indonesien!

Als wir uns nach 5 Tagen dann doch endlich auf den Weg machen, um den Kelimutu Vulkan zu besuchen, ist unser Herz schwer. Wir lassen allerdings die Möglichkeit offen, zurückzukommen….

Kelimutu

Unser erster Weg führt uns etwas weiter östlich der Küste entlang nach MBay. Kein Stop hier! Nach MBay verdreifacht sich die Straße in Breite: Jetzt haben wir 3 Spuren feinsten Straßenteer nur für uns! Grenzen werden ausgetestet, überschritten! Ich lehne mich immer tiefer auf den Motorroller! Bei 110 km/h fängt mein Helm allerdings an bedenklich auf meinem nicht ganz passenden Kopf hin und her zu rutschen. Es wird also wieder auf 90 gedrosselt. Die Straße biegt nach rechts ab, ins Landesinnere.

Unser Weg führt uns einmal quer über die Insel, von der Nord- bis an die Südküste. Die bisher perfekte Straße wandelt sich bald in ein Labyrinth aus Baustellen und Sandgruben, und wir müssen unsere Roller noch weiter drosseln um Unglücke zu vermeiden.
Nach 1,5 Stunden fahren sehen wir auch schon das türkis des Meeres auf der anderen Seite der Insel und wir stoppen, um uns eine Tasse Kaffee und einen kleinen Snack zu gönnen.
Dann geht es weiter, durch kleine Fischerdörfer und am BlueStoneBeach vorbei!

Byebye Nordküste

Byebye Nordküste

Baustellen überall

Baustellen überall

und weiter führt die Straße an der Südküste

und weiter führt die Straße an der Südküste

Bluestone Beach! Die Steine werden von einheimischen gesammelt um sie als Dekorationsmaterial weiterzuverkaufen

Bluestone Beach! Die Steine werden von einheimischen gesammelt um sie als Dekorationsmaterial weiterzuverkaufen

Der Strand ist voll mit angeschwemmten, blauen Steinen

Der Strand ist voll mit angeschwemmten, blauen Steinen

In der Ferne tauchen die Vulkane auf

In der Ferne tauchen die Vulkane auf

Kelimutu, der Vulkan und unser Ziel wird vor unseren Augen immer größer, je näher wir auf ihn zufahren. In dem Ort mit dem wunderschönen Namen Ende machen wir einen etwas längeren Stopp, dann geht es hinauf in die Berge, nach Moni, ein kleines Dorf am Fuße des Vulkanes.

Da wir immer nur hinauf fahren, wird es hier auch wieder drastisch kälter! Wir kommen erst bei Dunkelheit in Moni an und fragen mit klappernden Zähnen nach Unterkünften.
Der Ort ist gerade nicht gut besucht, und so ist noch jede Menge frei. Da es schon spät ist und die Leute ihre Betten noch vermieten wollen, unterschlagen sie sich gegenseitig mit den Preisen und so kommen wir an einen ansehnlichen Bungalow, mit 3 Zimmern, großen Doppelbetten und feinsten Federdecken für nur 150.000 RP.

Moni!

Moni!

Unsere Villa!

Unsere Villa!

Am nächsten Morgen gehts auf den Vulkan um die 3 berühmten Colourlakes zu betrachten!
Wie es in Indonesien üblich ist, kann man den größten Teil des Weges mit dem Roller fahren. Danach müssen wir nur noch etwa 20 min bis zur Spitze laufen!
Da wir nicht zum Sonnenaufgang hochfahren, sind schon fast alle Touristen wieder verschwunden und wir haben die Vulkanseen ganz für uns.

Die Fahrt auf den Kelimutu

Die Fahrt auf den Kelimutu

Der nur 1640 Meter überm Meeresspiegel liegenden Kelimutu Vulkan ist nur ein Teil einer langen Vulkankette. Kelimutu ist der älteste von den drei dort liegenden Vulkanen und er zeigt bis heute vulkanische Aktivität. Auf der Spitze des Kelimutu gibt es 3 Krater, die mit unterschiedlich gefärbtem Wasser gefüllt sind. Die drei Seen heißen Tiwu Ata Polo (Der Rote See), Tiwu Nuwa Muri Koo Fai (Der Grüne See) und Tiwu Ata Mbupu (Der Blaue See).

Tiwu Ata Polo (Der Rote See)

Tiwu Ata Polo (Der Rote See)

Tiwu Nuwa Muri Koo Fai (Der Grüne See)

Tiwu Nuwa Muri Koo Fai (Der Grüne See)

Tiwu Ata Mbupu (Der Blaue See)

Tiwu Ata Mbupu (Der Blaue See)

Wir gönnen uns noch einen Kaffe der von ein paar Jungs hier oben verkauft wird, die aus den umliegenden Dörfern hochgelaufen sind um Geschäfte mit den Touristen zu machen. Im Austausch für ein paar Bananen geben sie uns außerdem ein paar ihrer Erdbeeren. Die Geschäfte laufen schlecht zur Zeit, die Erdbeeren würden sie eh nicht mehr los werden.

Gegen Mittag machen wir uns auf den Rückweg: Wir wollen zurück nach Watulaja!

Zurück nach Watulaja!

Zurück nach Watulaja!


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