Jungle trek, Jungle trek, in Bukit Lawang

Selma am 19. Juli 2013

Wie so viele Orte in Sumatra hat auch Bukit Lawang seinen eigenen Song… stell dir die Melodie von Jingle Bells vor mit folgendem Text: „Jungle trek, Jungle trek in Bukit Lawang! See the monkey, see the bird, see orang utan!“ Haha! Und sie halten was man verspricht: Affen, Voegel und Orang Utans garantiert, selbst fuer Leute, die sich nicht so tief in den Jungle trauen. Die Orang Utans in Bukit Lawang sind semi-wild, das heisst, dass sie frueher in Gefangenschaft gelebt haben und dann in den Jungle freigelassen wurden. Sie sind also an Menschen gewoehnt und lassen einen sehr nahe an sich heran.

Wie man an der Figur im Hintergrund erkennen kann, kamen die Orang Utans ziemlich nahe heran

Wie man an der Figur im Hintergrund erkennen kann, kamen die Orang Utans ziemlich nahe heran

Ich bin mit meinen beiden Finnen ueber Medan (wo wir ungluecklicherweise eine Nacht verbringen mussten… auf von Bettwanzen eingenommenen Matratzen..) nach Bukit Lawang gefahren. Die Fahrt dauert nur 3 Stunden von Medan aus und die Strassen sind ausnahmsweise mal in guter Kondition. Wir kamen am 09.05 in Bukit lawang an und fanden dort auch gleich eine schoene Budgetunterkunft fuer 50000 Rupiah und 3 Personen! Der guenstigste Ort auf Sumatra so far, auch was das Essen betrifft, und das mitten im Jungle 🙂

Bukit Lawang selber ist ein kleines Dorf, umrundet vom Jungle und einem Fluss der mittendurch fliesst und auf den vor allem geraftet wird. Da wir gerade zum Wochenende ankammen, und Indonesier bekanntlich selber auch viel unterwegs sind, war der Fluss natuerlich ueberfuellt von Wochenenausflueglern und Kindern. Ein gemuetlicher Spaziergang war fast unmoeglich, da man sobald man das Gasthaus verliess, umringt wurde von interessierten, jungen Studenten, die alle ihr Englisch an dir testen wollen und zwischen 10-50 Privatfotos wuenschen.

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Aktivitaeten in Bukit Lawang: natuerlich Jungle trekking! Wir wurden auch gleich ausfuehlich informiert ueber die Optionen die wir haben. Eigentlich kommt es darauf heraus, dass man sich aussuchen kann wieviele Tage man gehen moechte. Pro Tag kostet es umgerechnet 25 euro. Eigentlich sehr guenstig 🙂 Trotzdem entschieden wir uns erst einmal fuer einen 2-tages Trip und buchten diesen bei einen uns sehr sympatisch erscheinden Guide, mit dem wir absprachen, in den wirklichen Jungle zu gehen, und NICHT die ausgetrampelten Treks zu laufen die sonst alle anderen Touristen laufen. Alles wunderbar soweit 🙂

Gummi gewinnung

Gummigewinnung and einigen Baeumen am Rande des Jungles

Am naechsten Morgen hatte sich dann doch so einiges geaendert. Ein deutsches Maedchen , Anja, stiess zu unserer Trekkinggruppe. Zu meinem Glueck, da meine beiden Finnen sehr oft finnisch miteinander sprachen hatte ich nun auch endlich die Moeglichkeit sie aus meinen Gespraechen auszuschliessen 😛 Allerdings hatte Anja eine ganz andere Vorstellung von dem Jungle Trek als wir… und auch unser Guide erschien nicht mehr sondern wir bekamen zwei Neue, uns unbekannte Guides. Machte eigentlich auch nichts, da auch diese sehr nett waren… allerdings nicht von unserm Plan wussten in den tieferen Jungle zu gehen… genausowenig wie  Anja.

Unterwegs wird auch mal gechillt

Unterwegs wird auch mal gechillt

Naja es endetet damit dass wir den Weg gingen, den auch alle anderne liefen (wir trafen ein paar andere Gruppen zwischendurch). Dafuer war es relativ einfach zu laufen, was den Vorteil hat, dass man mehr schauen kann. Wir hatten das grosse Glueck , mehrer Male auf Gruppen von Orang utans zu stossen. Sie waren nicht wirklich scheu, und einer von ihnen kam auch auf den Boden. Dort suchte er, mit dem Hintern in den Himmel gereckt und der Schnauze auf dem Boden, nach Kruemmeln und Ueberbleibseln unseres Lunches. Dabei schien er sich nicht darum zu scheren, dass wir um ihn herum standen.

Mutter und Kind, gerade wieder vereint :-)

Mutter und Kind, gerade wieder vereint 🙂

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Vor allem beim Lunch kamen die Riesenaffen, teilweise sehr nahe und sehr interessiert. Man sollte diese faszinierenden Wesen allerdings nicht fuettern, da sie sich sonst zu sehr daran gewoehnen! Was die Halbmenschen nicht daran hinderte es nicht doch zu versuchen, mit Hundeblick und offenhalten der Hand.

Dieser hier hatte es geschafft! Eine Bananenschale! Zu seinem Unglueck allerdings ohne Inhalt

Dieser hier hatte es geschafft! Eine Bananenschale! Zu seinem Unglueck allerdings ohne Inhalt

'Kann Ich bitte auch etwas haben!"

‚Kann Ich bitte auch etwas haben!“

Unterwegs trafen wir auch viele andere interessante Affen.

Thomas Leaf Monkey

Thomas Leaf Monkey

Gegen Nachmittag kamen wir dann an unserem Camp fuer die Nacht an…  Am Campingplatz mitten am Fluss, mit ungefaehr 5 anderen Campingorten voll mit Touristen. Wir waren also nicht alleine. Dafuer war alles schon aufgebaut, es gab riesige Gummireifen mit denen man im Fluss rumtoben kann und auch das Abendessen war wirklich gut. Man merkte, dass dies (Abendessen servieren, Flasche Wein, den Touristen ein paar Zaubertricks zeigen und sie bei Laune halten) absolute Routine war. Die Guides der einzelnen Gruppen versuchten sich gegenseitig zu uebertreffen mit den Dekorationen und der Zubereitung des Essens. Kann ja nur von Vorteil fuer uns sein 🙂

Die Camp Kueche

Die Camp Kueche

Der Strand vor unserem Campingsplatz

Der Strand vor unserem Campingsplatz

Hmm unser Mittagessen an Tag 2

Hmm unser Mittagessen an Tag 2

 

Das Wasser kam frisch vom Fluss und wurde bloss abgekocht. Wir hatten auch einge besucher aus dem Jungle 🙂 Vor allem die Affen waren sehr interessiert an unseren Essensresten! Am naechsten Morgen kam dann auch einer der grossen Warane von der anderen Seite des Flusses zu uns ruebergeschwommen, um uns zu besuchen und mit seiner Zunge die Obstreste die noch am Strand lagen abzutasten.

Ein hungriger Besucher

Ein hungriger Besucher

Er zeigt auf jeden Fall keine Zeichen von Angst

Er zeigt auf jeden Fall keine Zeichen von Angst

 

Tag zwei lief dann etwa so ab, dass wir 10 meter weiter in den Jungle gelaufen sind, uns zwei Wasserfaelle anschauten (der eine war nochmal 5 ganze Meter weiter entfernt) und uns dann mit den Gummireifen auf den Rueckweg durch den Fluss machten.

Der Wasserfall, ausnahmsweise ohne andere Personen auf dem Bild :)

Der Wasserfall, ausnahmsweise ohne andere Personen auf dem Bild 🙂

Das Rafting zurueck (die andere Gruppe)

Das Rafting zurueck (die andere Gruppe)

Definitiv ein schoener Ausflug! Wer allerdings abseits der Touristenpfade gehen moechte, sollte vielleicht etwas mehr Geld investieren und mehrere Tage in den Jungle gehen. Fuer mich steht auf jeden fall auf dem Plan irgendwann zurueck zu kehren und dann einen Trek von einem Ort zum anderen zu machen. Fuer uns hiess es aber nach 3 Naechten dann schon wieder weiter, Richtung Pulau Weh, an der westlichsten Spitze von Sumatra.

Adieu Bukit Lawang!

 

 

 

 

 


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2 Kommentare zu “Jungle trek, Jungle trek, in Bukit Lawang”

  1. maria schrieb am 19. Juli 2013 um 19:58 Uhr :

    Klasse Bericht tolle Fotos,besonders die Orang utans Fotos finde ich so schön.

  2. Selma schrieb am 21. Juli 2013 um 09:52 Uhr :

    Danke 🙂 Sie kamen wirklich nahe heran, also war es wirklich nicht schwer gute Bilder zu machen.

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