Istanbul – Europa und Asien

Markus Obstmeier am 24. Juli 2014

Istanbul, Türkei. Mit meinem Freund Tobi, kam ich an einem Mittwoch im Juli zu später Stunde in Europas größter Metropole an. Wir lernten im Flieger Hasan kennen, der uns am Wochenende noch eine grandiose Führung bot. Hasan schließt an der Universität in Istanbul gerade seine Promotion… wenn ich es richtig übersetzte ist sein Fachgebiet politische Völkergeschichte. So hatten wir das Glück ein wandelndes Lexikon mit uns zu haben.

Wir waren nur ein paar Tage da und die Vielzahl an Sehenswürdigkeiten ließ uns keine andere Wahl als zu selektieren. Der nächtliche Blick auf Istanbul mit all den beleuchteten, orientalischen Gebilden besticht wie ein Gemälde aus 1001 Nacht. Es ist wirklich sehr, sehr schön, auch wenn man bei weitem nicht die ganze Stadt überblickt. Offiziell leben etwas um die 12 Mio. Menschen hier. Inoffiziell sind es aber wohl um die 20 Mio., wenn man Touristen, Gastarbeiter und Flüchtlinge inkludiert. In der Tat haben auch wir Flüchtlinge gesehen, die meist syrischer Abstammung sind. Viele Istanbuler sind darüber nicht sonderlich erfreut, da sie versuchen ihr Geld mit betteln zu ergattern. Wir fragten uns nur, was sie sonst machen sollten… geflohen aus ihrem Heimatland in dem Krieg herrscht.

Wir liefen viel zu Fuß durch die Straßen und haben uns ins Leben gemischt. Allerdings war die Hitze bei um die 37 Grad Celsius nicht gerade unser Freund. Nichts desto trotz, marschierten wir… und wir marschierten. Wenn auch mit vielen Pausen in schattigen Plätzen bei türkischem Kaffee oder kleinen Wasserrationen. Unser Hostel lag im Stadtteil Beyoglu, der viele Menschen anzieht und auf der europäischen Seite liegt. Wie Hasan bereits auf dem Hinflug erzählte, ist Istanbul zwar eine muslimische Stadt, allerdings gilt hier das Prinzip von Leben und leben lassen. Von traditionell islamischer Kleidung bis zu kurzen Röcken, super kurzen Röcken, tiefen Ausschnitten und Paradiesvögel aller Art ist alles zu finden. Dies betrifft auch die asiatische Seite, auf der wir im Stadtteil Karakoy zu Abend gegessen haben. Karakoy ist das Viertel der Artisten, Künstler, Musiker und Studenten. Allerdings ist es preislich gesehen nicht gerade günstig. Was unter anderem im Allgemeinen auf Istanbul zutrifft. Große Stadt, große Preise, könnte man auch sagen.

An unserem vorletzten Tag sind wir mit dem Boot den Bosporus entlang gefahren. Diese Meeresenge trennt Asien von Europa und Istanbul von Istanbul. Die Ufer sind gespickt mit alten Gebäuden zu denen unser Hasan jede Menge Informationen in der Hinterhand hatte. Es bleibt nur zu sagen, dass Istanbul eine erstaunliche und sehr interessante Stadt ist, welche europäische Sitten mit den asiatischen Bräuchen vereint. Prädikat: Empfehlenswert!

Istanbul in Bildern:

Istanbul

Schiffahrt auf dem Bosporus – Auf der europäischen Seite hin, Auf der asiatischen zurück

Istanbul, Türkei

Istanbul – Mobilität ist alles in einer Stadt, die sozusagen auf sieben „Bergen“ liegt.

Istanbul, Türkei

Bei der Hitze flüchteten wir uns in den Topkir – Park.

Istanbul, Türkei

In einer Moschee…

Istanbul, Türkei

Vor einer Moschee…

Istanbul, Türkei

In den hügeligen Straßen wird nach wie vor auf altbewährte Transportmethoden zurück gegriffen.

Istanbul, Türkei

… und der Tram-Führer hat es nicht gesehen…

Istanbul, Türkei

Taksim Platz… Hier eine Demonstration in Gedenken an den tödlichen Ausgang letztes Jahr.

Istanbul, Türkei

Taksim Platz… Die türkische Polizei hat ein „angemessenes“ Aufgebot, um den zahlreichen Demonstranten her zu werden.

Istanbul, Türkei

Diese Brücke verbindet Europa und Asien

Istanbul, Türkei

Aussicht vom Galata-Turm

Istanbul, Türkei

Und noch einmal die Sicht vom Galata-Turm

Istanbul, Türkei

Man findet viele kleine, neckische Straßen, ab vom Hauptstrom

Istanbul, Türkei

Na, wenn das mal kein Parade-Döner-Spieß ist


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