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Die Lords of Backpacking

Wir berichten im Blog auf Backpacker.Unterkunft.de von unserer Weltreise! Backpacker.Unterkunft.de

Markus (30, Wassermann)

Dipl. Betriebswirt und Schreiberling aus Regensburg

Lords of Backpacking Steckbrief: Markus

Selma (25, Wassermann)

Dipl. Psychologin und Reisende aus Kleve

Lords of Backpacking Steckbrief: Selma

Manu (31, Waage)

Gastronomisch in der Welt unterwegs

Lords of Backpacking Steckbrief: Manu

Camping mit Stil – Wanaka und Queenstown

Selma am 28. Juni 2014

Wanaka und Queenstown im Süden der Südinsel Neuseelands sind bekannt für alle möglichen Outdoor-Sportarten. Sei es klettern, Bunge- oder Fallschirmspringen, Mountainbiking, Paragliding, Segeln und und und… Klettern ist natürlich der Hauptgrund warum ich mich nach Wanaka begeben habe 🙂 Queenstown ist der bekanntere und größere der beiden Orte, Wanaka wird gerne als der kleine Bruder von Queenstwon beschrieben. Weniger busy, etwas ruhiger aber trotzdem genauso schön. Beide Orte befinden sich außerdem sehr nahe beinander, sind nur etwa eine Autostundenfahrt voneinander entfernt. Zahlreiche Möglichkeiten zum Zelten für wirklich jeden Geldbeutel laden in diesen Gegenden zum verweilen ein.

 Lake Wanaka

Lake Wanaka

Lake Wakatipu in Queenstown

Lake Wakatipu in Queenstown

Eine Freundin und Kletterpartnerin aus Wellington, Pauline kommt mich besuchen. Ich hole sie in Christchurch ab und gemeinsam fahren wir runter in den Süden nach Wanaka. Pauline hat leider nur ein Wochenende Zeit, also brechen wir schon früh am Morgen auf um noch etwas vom Tag in Wanaka zu haben und vielleicht schon ein bisschen Klettern rausschlagen zu können. In Wanaka treffen wir uns mit Jim, einem gemeinsamen Freund aus Wellington und unsere einzige Kontaktperson dort. Jim, der genauso kletterverrückt ist wie wir beide, fackelt auch nicht lang und nimmt uns mit zu dem Haus von Freunden, die eine Boulderhöhle haben. Unterwegs lesen wir ein paar bekannte (mir damals noch unbekannte) Gesicher aus die wir zufällig auf der Straße treffen, und am Ende tanzen wir mit 8 Leuten bei „dem Haus der Freunden“ an, welches sich als ein altes Fitnesscenter herausstellt („the old gym“). Jetzt aber dient es als eine Art Backpackerhaus für Reisende, die sich länger in Wanaka aufhalten oder dort arbeiten. Neben den Räumen für die Backpacker befindet sich hier ein Fitnessraum, eine mit Matratzen ausgelegte Boulderhöhle, ein riesiger Duschraum und, wie es sich in jedem guten Fitnesscenter gehört, Unmengen an Spiegeln.

Jim lässt uns vor seiner „Bude“ unser Zelt aufschlagen. Seine „Bude“ ist tatsächlich ein alter, umgebauter Bus, auf einer Wiese, weit entfernt von Verkehr und Straßen und umgeben nur von Bäumen und blöckenden Schafen. Der Eindruck von „into the wild“ kommt schnell auf. Zwar kann man die Straße in der Ferne noch hören, doch ist es abseits genug von allem, dass es schon keinen Strom, fließend Wasser oder eine Toilette gibt. Ich fühle mich hier pudelwohl! Unsere Augen strahlen beim Anblick des Busses, der Traum eines jeden Abenteurers und Backpackers!

Into the wild

Into the wild

Wir zelten insgesammt 3 Nächte bei Jim, bevor Pauline wieder nach Hause fliegt. In dieser Zeit gehen wir jeden Tag klettern, und ab und zu auch mal auf kurze Wanderungen.

Die Farm unseres "Campingplatzes"

Die Farm unseres „Campingplatzes“

Trekking :)

Trekking 🙂

Als meine Freundin dann schließlich nach Hause aufbricht, mache ich mich auf die Suche nach neuen Übernachtungsmöglichkeiten. Mit fahrendem Untersatz und meinem ganzen Besitz im Auto, ist dies kein Problem. Hier sind meine besten Lösungen:

Möglichkeit 1:
Da ich bereits ein paar Freunde in Wanaka habe, liegt die Möglichkeit natürlich nahe, hier und da eine Couch zu chrashen. Vor allem im „old gym“ mit ihrem mit Matratzen ausgelegtem Boulderraum, ist dies eine der naheliegenderen Ideen. Jeddoch bezahlen all die anderen Backpacker hier wöchentlich Miete, und ich möchte nicht als Schmarotzer dastehen. Genausowenig möchte ich aber Miete Zahlen, also verweile ich hier nur sehr kurzweilig.

Möglichkeit 2:
Ein Campingplatz in der Nähe, für 5 Dollar die Nacht. Mit „hot shower“ der sich letztendlich als lauwarm rausstellt. Ein Unfreundlicher Campingplatzvermieter und die 20 minütige Autofahrt bis zum Platz lassen mich aber auch hier nur eine Nacht nächtigen.

Möglichkeit 3:
Etwas näher liegt das der DOC Cmapingplatz. Der kostet zwar 6 Dollar, und es gibt keine Dusche, dafür aber ein Fluss. Der ist etwas reißend und eisig, aber sehr sehr erfrischend. Und wer will schon eine Dusche, wenn man in Mutter Natur baden kann 🙂 Hier bleib ich ein paar Nächte länger, aber auf Dauer wird mein Geld sogar hierfür zu knapp und es hält mich hier nichts.

Frühstück am DOC Campingplatz

Frühstück am DOC Campingplatz

Möglichkeit 4:
Parkplätze außerhalb der Stadt sind zwar offiziel nicht wirklich erlaubt, aber eine Notlösung wert. Wie an so vielen Abenden, begleite ich meine Kletterpartner, mittlerweile hauptsächlich Leute vom old gym, nach Hause und bleibe ein paar Stunden. Als ich dann schließlich doch den Ort verlasse und nach einem geeigneten Schlafplatz suchen will, folge ich zunächst den Instruktionen eines Freundes, die mich zu einem verlassenen Platz direkt am See führen sollten. Mein Auto befindet sich am Ende tatsächlich im Sand am See wieder, was ich in der Dunkelheit jeddoch vorher nicht erkennen konnte, waren die Dornenbüsche die hier überall wachsen und in die ich jetzt mit Schwung und barfuß hineintrete. Ich wollte dem Platz trotzdem eine Chance geben, als ich dann aber lärmende, wahrscheinlich stark alkoholisierte Jugendliche in der Nähe hören kann ist meine onehin schon nicht mehr so gute Laune komplett verdorben und ich mache mich erneut auf die Suche nach einem Schlafplatz. Müdigkeit, schlechte Laune und Dunkelheit gehen beim Autofahren jedoch nicht so gut zusammen, also drehe ich auf den nächsten Parkplatz ein der mir entgegenkommt und schlafe auf dem Rücksitz ein.
Hier sollte ich erwähnen, dass es auch nicht wirklich erlaubt ist auf Parkplätzen zu übernachten. Also stehe ich am nächsten Morgen früh auf und finde bei etwas Sonnenlicht schnell heraus, dass ein perfekter Platz zum freecamping ein paar Meter weiterliegt.

Frühstück am Spiegelsee "Lake Wanaka"

Frühstück am Spiegelsee „Lake Wanaka“

Der Platz ist etwas versteckt hinter Bäumen und weit genug entfernt vom Parkplatz und der Straße. Außerdem sind hier zwei andere Autos, für mich ein Zeichen dass es okay ist hier zu übernachten. Ich bleibe 3 Nächte hier, bis ich etwas noch Besseres finde:

Möglichkeit 5:
Wenn man lange genug sucht, findet man überall den perfekten Ort zum verbleiben. Für mich war das ein idylisches Plätzchen, direkt am Fluss mit Felsen zum klettern. Tatsächlich habe ich diesen Platz beim klettern gefunden, ansonsten wäre ich nie diese Schotterstraße entlanggefahren. Das Wasser des Flusses ist abgekocht trinkbar und schwimmen kann man hier auch noch. Eine willkomene Abkühlung nach einem langen Klettertag! Solange man alles sauber hinterlässt, wird man hier von den Klettern geduldet. Ich verbringe fast eine Woche in diesem kleinen Paradies.

Riverside! Das Wasser ist klar genug zum trinken und den Fluss kann man hochwaten bzw schwimmen

Riverside! Das Wasser ist klar genug zum trinken und den Fluss kann man hochwaten bzw schwimmen

Riverside, die Berge im Hintergrund dienen als Kulisse für Bruchtal aus Herr der Ringe

Riverside, die Berge im Hintergrund dienen als Kulisse für Bruchtal aus Herr der Ringe

Einen schöneren Ort gibt es kaum! Zumindest glaube ich das! Mein ganz persönliches Highlight habe ich aber dann doch etwas später in der Nähe von Queenstown gefunden.

Möglichkeit 6:
Von Queenstown aus fährt man etwa 30 Minuten mit dem Auto, dann wandert man eine Stunde in die Berge, und findet sich im wunderschönen „Wyes Creek“ wieder. Ich kenne diesen Ort schon aus vorherigen Besuchen und weiß von daher, von der atemberaubenden Aussicht und den überhängenden Felsen, die als natürliches Dach dienen und zum schlafen unter freiem Himmel nur einladen! Zusammen mit ein paar Freunden tragen wir Kletterausrüstung, Isomatten, ein bisschen Kochgeschirr und Bettdecken nacht dort oben. Tagsüber klettern wir, versuchen uns einige Male an dem beliebtem „proud monkey roof“ und scheitern genauso oft. Abends kochen wir uns ein einfaches Dinner aus Pasta, Cheese und Dosentomaten, breiten unsere Isomatten auf dem langsam abkühlenden Felsen und genießen den Sonnenuntergang. Jeder hat hier sein eigenes Eckchen unterm Felsen gefunden. Mein Platz ist direkt am Rande der Felsen mit der besten Aussicht. Ich rechne mir aus, dass ich mich etwa zwei bis dreimal im Schlaf in eine Richtung drehen kann, bevor ich Gefahr laufe zu fallen.

Sleeping on top and under the rocks

Sleeping on top and under the rocks

Zusammen mit Freunden

Zusammen mit Freunden

Ein Wasserfall in der Nähe - Spielplatz und Trinkwasserquelle

Ein Wasserfall in der Nähe – Spielplatz und Trinkwasserquelle

"Proud Monkey Roof"

„Proud Monkey Roof“

Gute Nacht Aussicht

Gute Nacht Aussicht

Insgesamt habe ich drei Wochen in Wanaka, und fast eine weitere Woche in Queenstown verbracht. Ich habe nur einen Bruchteil von den ganzen Dingen die man hier unternehmen und sehen kann entdeckt! Der Winter soll in diesen Gegenden noch einmal ganz besonders sein. Da ich aber nicht sehr kälteresistent bin, ziehe ich den Sommer hier bei weitem vor!


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