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Die Lords of Backpacking

Wir berichten im Blog auf Backpacker.Unterkunft.de von unserer Weltreise! Backpacker.Unterkunft.de

Markus (30, Wassermann)

Dipl. Betriebswirt und Schreiberling aus Regensburg

Lords of Backpacking Steckbrief: Markus

Selma (25, Wassermann)

Dipl. Psychologin und Reisende aus Kleve

Lords of Backpacking Steckbrief: Selma

Manu (31, Waage)

Gastronomisch in der Welt unterwegs

Lords of Backpacking Steckbrief: Manu

Die Westkueste der Nordinsel Neuseelands

Moritz am 30. Mai 2014
Neuseeland

Die Einhorntour Part 2

Surfen in Raglan

Nach unserer Tour durch das Auenland, machten wir uns auf den Weg an die Westküste, genau genommen nach Raglan. In diesem Städtchen dreht sich einfach alles ums Surfen, da gibt es wirklich keine Ausnahme. Geschlafen haben wir in dem YHA Solescape, die Besonderheit hierbei ist, dass man in umgebauten Zugabteilen schläft. Die Stimmung ist auch sehr entspannt und wirklich jeder ist nur wegen des Surfens in Raglan.
Wir waren der Meinung, dass man so ein bisschen Surfen auch ganz sicher ohne die teuren Surfstunden hinkriegt. Deshalb haben wir uns nur Surfboards und Wetsuits geliehen und haben uns auf den Weg zum Strand gemacht. Ich muss sagen, auch wenn man kein begnadeter Surfer ist, macht es verdammt viel Spaß! Immer wieder sich in die Wellen zu stürzen und sein Glück zu versuchen. Und wenn man dann mal eine Welle steht und ein gutes Stück mitnimmt, dann ist es einfach ein geiles Gefühl! Am zweiten Tag surfen war man natürlich schon mutiger und deshalb erkundigten wir uns, wann denn die besten Wellen seien. Kurz vor der genannten Uhrzeit waren wir dann also im Wasser und wunderten uns, warum denn nicht die super Wellen kommen. Wir also immer weiter raus geschwommen und dann kamen sie… Die Wellen, die viel zu hoch für uns Amateure waren. „Da müssen wir durch“ dachte ich mir und paddelte in die Welle. Das Brett kippte nach vorne, ich küsste 2 – 3 mal den Boden, überschlug mich 3 mal in der Welle, schluckte gefühlt 2 Liter Wasser und zu guter Letzt haute ich mir noch mit voller Wucht das Brett gegen den Kopf. „Hochmut kommt vor dem Fall“ 😀
Falls jemandem so etwas passiert, sollte man aber nicht aufgeben, sondern kurz schütteln und dann ab wieder auf das Brett.
Eigentlich wollten wir noch ein paar Tage länger in Raglan verbringen, aber nach 4 Tagen gutem Wetter, begann es zu schütten ohne Aussicht auf Sonnenschein. Der Regen in Neuseeland kann definitiv viele Pläne zerstören und hat selten etwas Positives für den Backpacker. Außer man ist bei Regen zufällig bei den Waitomo Caves! 😉

in Raglan surfen

In Raglan surfen

Die Surfer in Raglan

Die Surfer in Raglan

Black water rafting – waitomo caves

Es kam wirklich zu dieser Zeit vom Himmel, als gäbe es kein Morgen mehr. Dies lies den Wasserspiegel erstaunlich schnell ansteigen, was uns einen unglaublichen Vorteil beim Rafting sein sollte. Die Waitomo Caves sind riesige unterirdische Höhlen, mit vielen Wegen und außerdem die Heimat zahlreicher Glühwürmchen. Wir wurden mit Wetsuits, Helm mit Lampe und Schwimmreifen ausgestattet und wurden dann zu den Höhlen gefahren. Man steigt dann in die düstere Höhle und klettert durch Bäche und über Steine. Dank des hohen Wasserspiegels, war teilweise zwischen Wasser und Decke nur 20cm Platz und wir mussten uns, in unserem Schwimmreifen, durch diesen Spalt quetschen. Ich war komischerweise fast immer der erste, welcher sich den Hindernissen stellen durfte. So auch zum Beispiel rückwärts einen Wasserfall runterspringen und das alles nur im Licht von ein par Stirnlampen. Normalerweise läuft man bei dieser Tour die meiste Zeit durch die Höhle, aber dank des vielen Regens konnten wir häufig in unseren Schwimmreifen die Wege runterrutschen. Beeindruckend waren die Momente, in denen wir alle die Lampen ausgemacht haben und uns nur durch die Höhlen treiben lassen haben. Die tausenden ‘Glowworms‘ an der Decke lassen das Treiben durch die Höhle wie eine Fahrt durch das Universum erscheinen.
Ich muss sagen, wenn der Wasserspiegel geringer gewesen wäre, dann hätten wir definitiv nicht so viel Spaß gehabt, aber mit dem vielen Regen kann ich das Black Water Rafting nur empfehlen.

New Plymouth und Whanganui

In New Plymouth hatten wir keine besonderen Eindrücke, dies muss nicht unbedingt an der Stadt gelegen haben, sondern das Wetter war einfach schlimm in diesen 2 Tagen. Viele besondere Dinge haben wir deshalb nicht gesehen, außer das Shopping Center, welches ich an einem verregneten Tag auf jeden Fall empfehlen kann.

Nach New Plymouth war unser nächstes Ziel Whanganui, die Stadt ist vor allem durch ihren gleichnamigen Fluss bekannt. Der Fluss ist anscheinend der einzige Weg in den Nationalpark und die Attraktionen sind deshalb Jetboattouren und Kanutouren.
Whanganui selbst hat auch einige Sehenswürdigkeiten zu bieten und ist deshalb eine Reise wert. Das kostenlose Museum bietet eine große Ausstellung zum Thema „Maori“ und noch einige weitere interessante Ausstellungen.
Der „Memorial Tower“ bietet einen unglaublichen Blick über Whanganui und Umgebung. In der Innenstadt sind einige schöne Cafes, aber die beste Bar und meiner Meinung nach auch Restaurant ist das ‘Stellar‘! Wir waren freitags im Stellar und die Leute dort waren einfach so nett, freundlich und gut drauf. Es waren einige Besucher da, aber das Haus hätte definitiv voller sein können. Da alle meinten, dass Samstags im Stellar der Bär steppt. Dieses Mal war dann wirklich das ganze Haus voll und es herrschte eine bomben Stimmung.
Wir hatten zum Vorglühen einige Gläser von dem hier erhältlichen Tetrapackwein getrunken und nahmen uns vor, am nächsten Morgen die Whanganui River Road entlang zu fahren. Die Whanganui River Road ist wirklich eine schöne Straße mit traumhaften Panoramen, aber der Nachteil ist, sie besitzt unglaublich viele Kurven und geht auf und nieder, immer wieder. Aus unseren Erfahrungen kann ich sagen, mit dickem Kopf und Übelkeit sollte man doch lieber den normalen Weg Richtung Nationalpark nehmen. An dieser Straße liegen aber einige interessante Dörfer, so auch Jerusalem. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube es war ein Kloster, gesehen haben wir dort jedoch nicht eine Menschenseele.

The Memorial Tower

The Memorial Tower

Whanganui an der Westküste

Whanganui an der Westküste

Mein Fazit zur Einhorntour part 2: In Raglan surfen zu gehen war einfach unglaublich geil. Ich kann es nur empfehlen, sich ein paar Tage frei zu nehmen und sein Glück mit den Wellen zu versuchen. New Plymouth würde ich nicht unbedingt in meiner nächsten Route einplanen, Whanganui hingegegen auf jeden Fall! (mit einem Besuch im Stellar :D)


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