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Das neue Haus in Lombok

Markus Obstmeier am 21. Juli 2013

Es sind Tage, wie sie sein sollten. Ich befinde mich gerade auf der muslimischen Insel Lombok, die gerade mitten in den Ramadan steckt und habe Unterschlupf im Süden der Insel bezogen. Der Ort trägt den Namen Kuta und ist neben Sengigi Dreh- und Angelpunkt der Wellenreiter. Die vielen verschiedenen und verschlagenen Buchten, verlocken und verführen zum Surfen oder einfach nur: Für einen Tag am Meer!

Die Sonnenuntergänge sind von umwerfender Schönheit. Die Sonnenaufgänge vermutlich dergleichen. Der Schreiberling Jelte, ein Niederländer mit dem ich bereits in Sumatra ein Haus gemietet hatte, und ich sind ausgereifte Wiederholungstäter geworden. Nachdem ich ihn in Singapur besucht hatte, besuchte er mich nun in Indonesien. Wir haben kurzerhand ein Haus angemietet und eingerichtet, da es leer stand. Nun denn, es ist nun stolzer Beherberger von Kühlschrank, Gaskocher, Feuerstelle, Matratzen, Matten, einer Bambustischgarnitur (die noch kommt, von Rollern, einem Wasserspender, einer Musikanlage und zweier Hängematten. Wir haben eine gute Abmachung mit dem Eigentümer getroffen, was das ganze um so schöner macht. Einfach genial für den Low-Budget-Beutel. Wir haben vier Zimmer, Dusche und eine westliche Toilette. In unserem Garten wohnen Hühnerfamilien und ein Hunderudel, deren winzige Welpen den Garten erkunden. Das Haus liegt am Rand der Ortschaft und unsere Nachbarn sind eine unsagbare große und liebenswürdige Familie der Eigentümer und drei weitere kleine Häuser, bewohnt von einem Amerikaner, zwei Französinnen und einem französischen Paar. Bislang war es mir jedoch erst ein einziges Mal möglich jemanden auch nur kurz zu erspähen. Sind ja auch immer schwer zu finden, diese Langzeit-Reisenden.

Wir bekommen nahezu täglich eine einheimische Spezialität gereicht und unsere Musik kann gar nicht laut genug sein. Da sie selbst keine haben und es genießen, sind sie in Punkto Musik und in vielen anderen, Nachbarn nach Wunsch. Mein Indonesisch wird langsam aber sicher sattelfest, was mir erlaubt mit Ihnen ein klein wenig zu plaudern. Ab und zu, wie heute als ich das Holz für das Feuer zerhackt habe, kam, saß und sah der Großvater mir einfach zu. Bin mir nicht sicher, aber er hatte vermutlich noch keinen „Bule“ (westlichen Touristen; …. Keine Ahnung wie das Wort richtig geschrieben wird) hier körperlich arbeiten sehen und war fasziniert davon, dass sie es doch können… diese Touristen. Jedenfalls sind wir hier herzlich aufgenommen und für August bereits mit Freunden aus der Welt überfüllt. So schnell kann es gehen.

Die Abende gestalten wir gerne mit Feuer, Musik und der ein oder anderen Grilleinlage über selbst produzierter Holzkohle. Die Tage verbringen wir meistens im „La Fanda“ am Strand. Es ist ein fantastischer Arbeitsplatz in erster Reihe am Strand von Lombok mit Blick auf das Meer. Der Wind streicht an einem vorbei, der Unterstand spendet Schatten und die Wellen brechen an den Pforten zur Bucht. Die „Strandmoskitos“, wie die Armkettchen verkaufenden Kinder hier liebevoll bezeichnet werden, kennt man nach einiger Zeit, was die Situation verbessert. Allerdings herrscht Einigkeit darüber, dass sie vermutlich selbst noch nach fünf Jahren nicht aufgeben werden. Alles in allem ist dieser Flecken Erde hier bislang einer der Schönsten mit vergleichsweise wenig Touristen. Der Unterschied zu Kuta auf Bali könnte gar nicht gravierender sein. Aber nicht nur die Strände bestechen mit ihrem Flair. Ebenso das Innere der Insel offenbart seine Schätze. Das viele Grün, die Büffelherden auf den Straßen, vieles mehr und der Mount Rinjani, den ich selbst noch erklimmen muss. All das macht die Insel rund herum zu einem „Place you have to see before you die!“

EILMELDUNG – AUS DER GERÜCHTEKÜCHE DER EINHEIMISCHEN:
Es existieren Pläne der Regierung Teile der Insel an Investoren zu verkaufen. STOP. Die Bucht vor Kuta (vermutlich) soll ein Ressort mit 4.500 Zimmern werden. STOP. Fast die komplette Bucht soll aufgeschüttet werden. STOP. Ein Hafen für Kreuzfahrtschiffe ist geplant. STOP. Insgesamt eine Großbaustelle mit etwa 13.000 Arbeitern. STOP. Einheimische sind sich nicht einig, wann es kommen wird. STOP. Einheimische sind sich aber darüber einig, dass diese Pläne existieren. STOP.

Diese unbestätigten aber offensichtlich weit verbreitete Information, kann jemanden, der das alles im Moment erleben darf, der die Insel oder zumindest diesen Teil der Insel sieht so wie sie ist, ganz schön schockieren. Wenn das geschehen wird, bleibt früher oder später nur der magere Trost sagen zu können:

„Lombok? Ja, war wunderschön, bis die Kreuzfahrtschiffe kamen. Ich durfte es noch sehen, so wie es war.“

 

Lombok - Die Nachbarschaft

Lombok – Das noch unbewohnte Haus

Lombok - Die Nachbarschaft

Lombok – Die Nachbarschaft

Lombok - Der Garten

Lombok – Der Garten

Lombok - Eine der Buchten die hinter der hügeligen Landschaft auftauchen

Lombok – Eine der Buchten die hinter der hügeligen Landschaft auftauchen

Lomok - Unsere Mitbewohner

Lomok – Unsere Mitbewohner

 

Lombok - Mawun Beach Soccer Team

Lombok – Mawun Beach Soccer Team

Lombok - Buffalo´s at Kuta Beach

Lombok – Büffel und ein Hahn am Strand von Kuta

Lombok - Kuta

Lombok – Das kleine Zicklein

Lombok - Mawun Beach

Lombok – Mawun Beach

 

Lombok - Unsere Feuer- und Schlafstätte^^

Lombok – Unsere Feuer- und Schlafstätte^^


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4 Kommentare zu “Das neue Haus in Lombok”

  1. Selma schrieb am 21. Juli 2013 um 09:51 Uhr :

    Das klingt ja nach dem perfekten Ort zum verweilen 🙂

    • Markus schrieb am 23. Juli 2013 um 05:03 Uhr :

      Auf jeden Fall^^

  2. Petra schrieb am 25. Juli 2013 um 08:08 Uhr :

    Mein Lieblingsfoto ist die Büffelherde mit Hahn am Strand :-))…kannst Du widerstehen, einen der süßen Welpchen zu adoptieren??
    Der Ort und das Haus schauen wirklich traumhaft aus…paradiesisch
    Liebe Grüße
    Petra

  3. Caro schrieb am 30. Juli 2013 um 11:31 Uhr :

    Hi Markus,

    ein sehr schöner Beitrag mit tollen Fotos! 🙂
    Ich drücke die Daumen, dass weiterhin alles so gut läuft!

    Schreib bald mal wieder was! Wir brauchen Nachschub! 😉
    Liebe Grüße aus Regensburg
    Caro

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