Castle Hill – Boulderparadies im Süden Neuseelands

Selma am 23. Mai 2014

Castle Hill, eine ’station‘, das heißt eine große Farm die dem Grasen von Kühen und Schafen gewidmet ist, befindet sich auf Neuseelands Südinsel. Dem Dalai Lama zufolge, der Neuseeland in 2002 besuchte, soll sich hier das „spirituel centre of the universe“ befinden, so sehr hat ihn die Gegend beeindruckt. Mich hat die Gegend immerhin so sehr beeindruckt, dass ich hier von ihr erzählen will!

Castle Hill

Castle Hill

Der Name ‚Castle Hill‘ kommt von den Kalkstein Boulders, die dort überall verstreut herumliegen und an die Ruinen einer alten Burg erinnern.
Ich hatte einen gänzlich simplerern Grund um das spirituelle Zentrum des Universums zu besuchen: Castle Hill ist der beste outdoor Boulderspot in Neuseeland und ist das Markenzeichen für Neuseelands Kletter Szene. Mir persönlich kommt es eher vor wie ein Spielplatz für Erwachsene.
Trotz all dem, Castle Hill war lange Zeit nicht mehr auf meinem Reiseradar. Die Idee, diesen Ort zu besuchen, kam dann auch ganz spontan wieder auf. Mein Kletterfreund Marco, den ich aus Golden Bay kenne, wollte sich dort ebenfalls mit mir treffen.
Anfang April mache ich mich also auf nach Castle Hill. Marco habe ich schon vorher getroffen. Er hat, wie ich, sein eigenes Auto. Also fahren wir mit zwei Autos dorthin, äußerst ökonomisch, aber die Straßen Neuseelands sind ja sonst so wenig befahren… In Castle Hill selber treffen wir später außerdem noch andere Leute.
Nach der etwa 3 stündigen Autofahrt von Mt Cook nach Castle Hill, weisen und erste Hinweisschilder daraufhin, dass wir kurz davor stehen Arthurs Pass zu duchrfahren und wir diesen bei schlechtem Wetter meiden sollten. Gut, die Sonne scheint und wir fahren sowieso nicht bis zum Pass! Bevor wir den Pass erreichen sieht man bereits die gigantischen Boulder-Felsen, die die Hügel aussehen lassen als hätten sie Pocken. Alles kribbelt in mir als wir auf diese Hügel zufahren! Zwar bin ich eher Kletterer als Boulderer, doch dieser Anblick ist selbst für Leute die nicht an klettern interessiert einfach magisch! Ich kann es kaum abwarten 🙂
Nach anmieten einer Bouldermatte und einem hastigen Lunch gehts dann auch endlich los! Man kommt sich hier vor wie ein Kind auf einem großen, unbekannte, neuen Spielplatz! Wo soll man hier nur anfangen! Die Auswahl ist immens, wir können uns nicht entscheiden! Jedes mal wenn einer von uns was interessantes findet, sehen wir ein paar Meter weiter etwas noch interessanteres! Nach einer kleinen Weile treffen wir dann doch auf ein Boulderproblem, welches uns fängt!

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Die Probleme hier sind vor allem Slab, das bedeutet dass die Boulder weniger überhängend und mehr flach sind. Dafür ist mehr Balance und Fußgenauigkeit gefragt! Genau mein Stil also 🙂

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Boulderproblem 2

Boulderproblem 3

Müde werden wir erst als es dunkelt. Zwar gibt es noch hunderte von anderen, interessanten Problemen, aber man kann ja zurückkommen!
Wir übernachten im nahegelegenen Craigie Burn, ein Campingplatz mit einer Toilette und einem kleinen Bach für Frischwasser, das ist alles was wir benötigen! Es ist sehr idylich hier, und außerdem der einzige Campingplatz in der näheren Umgebung, was bedeutet, dass sich alle Boulderer hier einfinden. Schnell sind also noch mehr Freunde für die nächsten Tage gemacht!

Castle Hill ist auch für Leute die nicht klettern ein magischer Ort! Ich finde man kann die Energie, die hier herrscht wirklich spüren. Ich hoffe, ein bisschen davon kommt auf den Fotos rüber!

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