5 Dinge, die man über Nicaragua wissen muss

Markus Obstmeier am 30. Juli 2015

Jetzt ist es doch schon eine längere Zeit geworden, die ich in Nicaragua verbringe. Das interessante ist, dass man sich dabei denkt, dass man ein Stück seines Lebens in einer fremden Kultur verbracht hat. Ist man in seiner Heimat denkt man sich lediglich: „Wow, so schnell vergeht ein halbes Jahr…“ ohne sich überhaupt Bewusst zu machen, was man in dieser Zeit so getan hat und das es eine nicht unwesentlich lange Zeit seines Lebens war. War es so wie ich leben wollte?

Für meine Zeit hier kann ich nur sagen, dass es stets neu war und doch wird es immer wieder zur Gewohnheit. Völlig unabhängig wo und wie man wohnt.

Die ersten Monate habe ich in einem am Strand gewohnt, dem kleinen Fischerdorf Las Penitas. Dort habe ich das Haus für ein Hotel „verwaltet“ und die Zimmer vermietet. Dafür hatte ich keine Miete zu entrichten. Nur eine Straße trennte uns vom Strand und der Pool, tja… der war leider nur einmal gefüllt. Es war unfassbar heiß, aber auch ebenso schön.

 

Las Penitas

Las Penitas

 

Im Anschluss habe ich vier Wochen in „Roma Del Mar“ Costa Rica verbracht. Bei der Familie einer sehr guten Freundin. Ein sehr sehr schönes Haus in einer tollen Umgebung. Es war unfassbar heiß und der Pool, tja… der war immer gefüllt.

 

Costa Rica - Roma Del Mar

Costa Rica – Roma Del Mar

 

Mit einem von Roma Del Mar  auf Zeit gesponserten Auto (zur künstlerischen Gestaltung), ging es wieder zurück in die Hauptstadt Managua. Dort verbrachte ich ein paar Wochen bei Freunden im Gästezimmer. Eine gute Zeit, aber es war unfassbar heiß. Und der Pool, tja… den gab es nicht.

Die nächsten zwei Wochen verbrachte ich die meiste Zeit in einem anderen Haus. Es war das Haus, der deutschen Freundin des Künstlers, der dass Auto bemalte. Je nachdem wie viele Leute gerade da waren, wurde im Wohnzimmer oder im Auto geschlafen. Fantastische Zeit, aber es war immer noch unfassbar heiß. Und einen Pool, tja… den gab es auch hier nicht.

Nachdem das Auto ein fertiges Kunstwerk war, konnte ich mit anderen Ausflüge unternehmen (auch nur mit anderen, den Benzin ist auch hier nicht günstig). So habe ich Matagalpa, Ometepe, San Juan del Sur, Leon, Laguna de Apoyo und Granada bislang erkundet. Geschlafen wurde mittlerweile fast schon traditionell im Auto.

 

200 R ONE - MOBIL

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Nach einer kurzen, aber intensiven Abenteuer-Zeit, ereilte mich der Ruf Managuas wieder und ich musste ihm folgen. Zurück im Haus der Künstler, wo ich einige Tage mehr verbrachte, bevor ich umziehen sollte. Es war immer noch unfassbar heiß. Und einen Pool, tja… den gab es immer noch nicht.

Der Umzug führte mich direkt ins Nachbarhaus, dass ich mit einem Freunden zusammen gemietet hatte. Da bin ich nun und habe ein eigenes Zimmer. Ein völlig in Vergessenheit geratenes Gefühl. Diese Vereinigung von Raum und Privatsphäre ist schon besonders.

Am Ende, gibt es im Moment immer noch keinen Pool und es ist wie eh und je unfassbar heiß. Doch es ist eine gute Zwei-Haus-Gemeinschaft und das ist was ultimativ doch stets das meiste Gewicht hat. Es geht immer um die Menschen und die Atmosphäre in seiner Umgebung.

Ich habe das alles erzählt, um zu zeigen woher all das geballte Wissen kommt, dass ich und weitergeben möchte:

5 Dinge, die man über Nicaragua wissen sollte:

1. Es gibt keine Handball-Mannschaft in Nicaragua.

2. Wer mit einem  (bunt bemalten – das macht es nicht besser) Auto als „Westlicher Mann“ durch das Land fährt, sollte folgendes beachten:

Es wird nach dem Fahrzeugschein, Versicherungspapieren und Führerschein gefragt.

Im Anschluss wird nach dem Warndreieck („Triangolo“) verlangt und möglicherweise nach dem Feuerlöscher.
Hat man alles am Mann und im Auto… hast du mit einer überwältigend großen Wahrscheinlichkeit falsch überholt.
Jetzt musst du einen witzlosen Betrag zahlen, es sei denn:

Es befinden sich Nica-Frauen oder Frauen im Allgemeinen im Auto, welche die Höhe mindern.

Die Offiziellen sagen dir, sie werden deinen Führerschein behalten, bis du in Managua bezahlt hast. (Sie wissen, dass du das nicht zulassen kannst) und du kannst einen Vorschlag unterbreiten.

Oder du reagierst total genervt, fragst unablässig von Beginn an wie viel du zahlen musst und lässt dabei nicht locker. Jedoch hat diese Strategie nur einmal funktioniert und ist nicht unbedingt in jedem Fall empfehlenswert. Denke ich habe den Polizisten damit geschockt. Vielleicht hatte er Angst.

3. Ist wird sich niemand dafür interessieren, ob du deine Freundin umarmend durch die Straßen läufst. Sie wird kontinuierlich meist mehr als weniger offensiv angebaggert werden. Findet euch beide damit ab.

4. Eine weit verbreitete Meinung unter den Einheimischen: Weisse duschen sich nicht! Finde dich damit ab.

5. Es ist, was es ist. Und nach so langer Zeit on the road, traue ich mich zu behaupten über camäleon-artige Eigenschaften zu verfügen. Doch was die Hup-Kultur hier betrifft… Oh mein Gott! In Nicaragua wird wegen allem und nichts, ständig und überall gehupt. Der Verkehr in Managua ist auch ohne dies bereits eine Kastatrophe.

Auch wenn sich das nun etwas negativ anhört, genieße ich meine Tage hier immer noch sehr. Wie gesagt, einfach nur ein paar Dinge, die wissenswert sind. Ein paar gesammelte Erfahrungen.

 

Nicaragua

Nicaragua

Wir lesen uns!

 


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